Korbach:

Hommage an ein waldeckisches Genie

- Korbach. Er war der Arzt, dem Kaiser, Fürsten und Scheichs vertrauten – Professor August Bier. Dr. Peter Witzel skizziert im Jubiläumsjahr für August Bier eindrucksvoll das Leben des genialen Mediziners, Philosophen und Naturforschers.

August Bier stand stets mitten im Leben, aber war als Querdenker berühmt wie berüchtigt. „Wenn ich früher sterbe und einmal wieder auf die Welt komme, dann werde ich um die Hand der Witwe Bier anhalten“, soll er seinen Enkeln Ende der 1930er-Jahre in trauter Runde zugeflüstert haben. Ein großer Liebesbeweis an eine Frau, wie ihn wohl nur August Bier formulieren konnte. Der Korbacher Zahnarzt und passionierte Historiker Dr. Peter Witzel hat viele solcher Anekdoten, Zitate und privaten Momente von August Bier zusammengetragen. Damit zeichnet Witzel just im Jubiläumsjahr ein detailliertes Bild des berühmten Chirurgie-Professors. Vor 150 Jahren wurde August Bier im heutigen Bad Arolser Stadtteil Helsen geboren. Drei Jahre später zog der waldeckische „Fortschreibungsbeamte“ (Landvermesser) Theodor Bier mit der Familie nach Korbach um. Vom Wohnhaus in der Klosterstraße 13 konnte Sohn August tagtäglich das Läuten des Klosterglöckchens hören, das die Pennäler zum Unterricht in der Alten Landesschule rief.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 8. Oktober.

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