Feuerwehrstützpunkt am Korbacher Südring ist jetzt offizielle Landestelle für den Rettungsdienst

Hubschrauber landen noch sicherer

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Der Rettungshubschrauber Christoph Hessen landet für eine Patientenverlegung auf dem neuen Landeplatz am Feuerwehrstützpunkt in Korbach.

Korbach - Rettungshubschrauber dürfen jetzt ganz regulär den Feuerwehrstützpunkt am Südring anfliegen: Die Stadt hat den Hof zum offiziellen Landeplatz ausgebaut.

Ein weißes „H“ auf rotem Kreuz markiert den Landeplatz auf dem Feuerwehrstützpunkt. Senkrecht wie mit dem Lot gezogen geht der Rettungshubschrauber Christoph Hessen langsam zu Boden. Ein Patient aus dem Stadtkrankenhaus soll ins Herz- und Kreislaufzentrum nach Rotenburg an der Fulda verlegt werden.Während der Arzt vom Rettungswagen mitgenommen wird, um den Patienten in der Klinik abzuholen, wärmt sich Pilot Sven Brückner bei einer Tasse Kaffee im Stützpunkt auf.

„Einfach, hier zu landen“

„Hier zu landen, ist sehr einfach“, sagt Brückner, „das Gelände ist groß, eingezäunt und asphaltiert.“ Zwar fliegen Rettungshubschrauber den Stützpunkt am Südring schon an, seit es ihn gibt, doch erst seit wenigen Tagen ist der Innenhof eine offiziell beim Regierungspräsidium registrierte „temporäre Hubschrauberlandestelle für den Rettungsdienst“, wie Friedhelm Schmidt, Leiter des Eigenbetriebs Technische Dienste und Feuerwehr, erklärt: Landen dürfen hier in erster Linie Helikopter die unter anderem für Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Transport von medizinischen Geräten oder Blutkonserven im Einsatz sind. Dafür hat die Stadt weniger als 20 000 Euro investiert: „Wir haben eine Markierung angebracht, Hindernisse mit einem reflektierenden rot-weißen Anstrich versehen und einen beleuchteten Windrichtungsanzeiger auf dem Schlauchturm montiert“, sagt Schmidt.

Die Geokoordinaten des Platzes sind genau vermessen, so dass die Piloten ihn direkt über ihr Navigationssystem ansteuern können. Und falls mal etwas bei der Landung passieren sollte - die Feuerwehr ist direkt vor Ort: „Wir haben also sofort Löschmittel da“, sagt Schmidt. Ein Gutachter habe alles abgecheckt. Besser geht es kaum, ist der Leiter des Eigenbetriebs überzeugt: „Das ist einer der besten Landeplätze in Hessen.“

Nachts gut anzufliegen

Auch nachts lasse sich der Platz gut anfliegen, bestätigt Pilot Brückner „Er ist schön ausgeleuchtet und von oben gut ersichtlich.“ Mit dem in Reichelsheim stationierten Christoph Hessen hat er Korbach schon etliche Male angesteuert. Die Johanniter-Unfall-Hilfe betreibt in dem Ort in der Wetterau gemeinsam mit ihrem fliegerischen Partner, der Firma Heli-Flight, ein Luftrettungszentrum. Die Hubschrauber und die fliegerische Besatzung kommen von Heli-Flight, die medizinische Besatzung von der Johanniter Unfallhilfe.

Derzeit weichen die Helikopter der Luftretter wegen der Bauarbeiten am Stadtkrankenhaus auf den Feuerwehrstützpunkt aus, der Landeplatz an der Klinik steht bis zur Fertigstellung des Erweiterungsbaus nicht zur Verfügung. Aber auch später soll der Stützpunkt als Ausweichlandeplatz erhalten bleiben. „Es kann ja sein, dass zwei Hubschrauber zur gleichen Zeit benötigt werden“, erklärt Schmidt.

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