Kulinarischer Sonntag mit neuem Besucherrekord: Straßenfest mit Gemütlichkeit und gutem Geschmack

Hunderte Besucher genießen in Basdorf

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Kulinarischer Sonntag Basdorf 2014

Vöhl-Basdorf - Einen neuen Besucherrekord feierte der Kulinarische Sonntag gestern in Basdorf: Viele Menschen aus der Region ließen sich auf Einladung der heimischen Vereine Köstlichkeiten und Atmosphäre in dem Vöhler Ortsteil schmecken.

Die Schlange auf der Erdbeermeile wird immer länger. 40 Bleche Erdbeerkuchen haben die Basdorfer Landfrauen gebacken, aber gegen 15.30 Uhr ist auch das letzte Stück verputzt. Denn der Andrang ist groß, die viereckigen, reichlich belegten Stücke mit einem Schlag Sahne sind heiß begehrt.

Längst hat sich der Kulinarische Sonntag in Basdorf einen Namen gemacht - und das haben auch Feinschmecker weit über die Grenzen der Gemeinde Vöhl mitbekommen. Alle Vereine im Ort ziehen für die Veranstaltung unter freiem Himmel an einem Strang: „Und darin liegt wohl auch das Geheimnis des Erfolges“, sagt Lothar Treyse vom Sportverein gestern Nachmittag mitten auf der Festmeile. „Und dieser Kulinarische Sonntag übertrifft alle, die wir schon hatten“, fügt er dann hinzu.

Tatsächlich finden Besucher in Basdorf kaum noch einen Parkplatz, ein hochkonzentrierter Linienbusfahrer tritt die Fahrt im Rückwärtsgang an, weil sein eigentlicher Weg zugeparkt ist, und die vielen Bänke haben sich längst gefüllt. Und doch bleibt alles in Bewegung: „Die Menschen sind gut gelaunt“, freut sich Treyse, „die Atmosphäre ist richtig schön.“ Kein Tropfen Regen fällt, und so nehmen die Besucher an den sommerlich geschmückten Tischen Platz, lassen sich Wetzesteine und Steak, Suppe und Backfisch, Bratwurst und Dampfnudeln schmecken. Sie flanieren die Festmeile entlang, kommen ins Gespräch, probieren und schlemmen.

Es ist ein geselliger, gemütlicher Tag mitten in Basdorf. Und dafür sorgen auch die Mühlhäuser Orgelpfeifen. Gut gelaunt ziehen sie mit Akkordeon, Drehorgel und Tuba durch den Ort, bleiben mal hier stehen und mal da, laden zum Mitsingen, Schunkeln und auch zum ein oder anderen Scherz ein. Egal wo im Ort: Die Menschen machen mit, lachen mit und lassen sich überreden, selbst die Drehorgel zu drehen. Zweifellos gehören die Gäste aus Mühlhausen zu den Stimmungsmachern des Tages.

Am Ende: leere Teller

Aber schon früher an diesem Mittag haben große und kleine Künstler auf dem Dorfplatz für Musik und Unterhaltung gesorgt: Die Kindertanzgruppe zeigte ebenso wie die Landjugend ihr Können. Am Nachmittag kommt dann die Feuerwehr und demonstriert den Besuchern, wie ein Rettungseinsatz aussehen könnte. Und als sich der Nachmittag langsam dem Ende zuneigt, Peter Stumpe noch mal zum Schunkeln und Mitsingen einlädt, macht sich der Basdorfer Projektchor warm: Zum Abschluss des bunten Festtages treten die Frauen und Männer gemeinsam auf.

Da ist der Erdbeerkuchen längst verputzt, Brötchen sind nur noch schwerlich aufzutreiben, der Backfisch geht dem Ende zu, und auch bei Süßigkeiten wie Crêpes, Waffeln und Erdbeerschälchen neigt sich der Vorrat dem Ende zu. Die Basdorfer haben eine Punktlandung hingelegt.

„Wir hatten schon mal im Blick, dass wir uns bald was Neues ausdenken müssen“, sagt Treyse, „aber auch für nächstes Jahr haben sich viele Besucher schon eine Fortsetzung des Kulinarischen Sonntags gewünscht.“ Und diesen Wunsch werden die Basdorfer ihren Gästen aller Wahrscheinlichkeit nach auch erfüllen.Von Theresa Demski

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