Torben Schott gehört zu den Gewinnern des Bundeswettbewerbs „Komposition“

„Ich habe Melodien im Kopf“

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Die Melodien bringt er aus seinem Kopf aufs Papier: Torben Schott aus Goddelsheim ist einer von 15 Siegern des Bundeswettbewerbs „Komposition“.

Lichtenfels-Goddelsheim - Melodien, die in seinem Kopf unterwegs sind, bringt Torben Schott aus Goddelsheim aufs Papier. Mit Erfolg: Unter 150 komponierten Stücken wählte die Jury des Bundeswettbewerbs „Komposition“ seine „Begegnungen“ als eines der besten aus.

Früher setzte sich Torben Schott an seinen Computer und dann komponierte er. „Ich wusste gar nicht so genau, was ich da tat“, sagt der 13-Jährige schmunzelnd. Inzwischen ist das anders. Und das hat einen Grund: Im vergangenen Jahr reichte­ Torben Schott beim Bundeswettbewerb „Komposition“ sein Stück „Begegnungen“ für zwei Klarinetten ein. Unter 150 jungen Musikern wählte die Jury 15 besonders begabte Jugendliche aus - unter ihnen den Jungen aus Goddelsheim.

Und zur Belohnung gab es ein einwöchiges Kompositionsseminar auf Schloss Weikersheim. Gemeinsam mit 14 anderen Talenten lernte er dort in drei Einheiten am Tag das Komponieren von der Pieke auf. Ob ihm die neun Stunden Seminar am Tag nicht manchmal zu viel geworden seien? „Die Zeit verging wie im Flug“, erzählt Torben Schott, „und es gab so viel zu lernen.“ Zum Beispiel, dass es ratsam ist, nicht sofort am Computer zu arbeiten, sondern die eigenen Stücke erst mal mit der Hand zu schreiben.

„Ich habe Melodien im Kopf“, sagt er, „und jetzt kenne ich auch die Regeln, sie richtig aufs Papier zu bringen.“ Seine Kreativität schränke das überhaupt nicht ein. „Denn ich erfinde immer noch Musik“, sagt er.

Und doch hat dieses Jahr den Schüler verändert: Denn bereits im Mai hatte er als Belohnung für seine überragende Leistung beim Wettbewerb „Komposition für Orchester“ einen Workshop gewonnen. „Das Stück, das ich geschrieben habe, wurde zum Abschluss des Workshops von einem ganzen Orchester gespielt“, erzählt er von seinen Erlebnissen in Halberstadt. Da schreibe ein einzelner Mensch ein paar Noten und ein ganzes Orchester und der Dirigent richten sich danach. „Das war für mich unglaublich“, erzählt er, „und meine Musik in dieser Atmosphäre zu hören, war toll.“ Aber noch etwas anderes hat den 13-Jährigen beeindruckt: „Wir wurden richtig ernst genommen mit unserer Musik“, erzählt er, „und es war schön, in kleinen Gruppen mit Gleichgesinnten zu lernen.“ Das sei etwas anderes, als alleine am Musikcomputer zu komponieren.

Aber dort sollen auch künftig noch viele Stücke vom Kopf aufs Papier gelangen. „Ich möchte weiter Musik erfinden“, sagt Torben Schott. Und zwar am liebsten solche, die für die Ohren etwas Neues bieten.

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