Fürstenberger Schützen proben Ausmarsch mit Ehrengarde und Igelburschen

Für Igelfest gut gerüstet

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Die Fürstenberger Schützen inklusive Igelburschen und Ehrengarde probten am Samstagabend den ersten Ausmarsch für das Igelfest, dass am kommenden Samstag beginnt und am Sonntag seinen Höhepunkt mit dem Festzug hat. Foto: Marianne Dämmer

Lichtenfels-Fürstenberg - Die Fürstenberger feiern vom 16. bis 18. Mai ihr traditionelles Igelfest. Damit beim Festzug alles klappt, trafen sich die Gruppen am Samstagabend zum ersten Ausmarsch - und schossen den Ehrenpokal aus.

Das Igelfest in Fürstenberg geht auf eine Sage aus dem 13. Jahrhundert zurück und gehört damit zu den traditionsreichsten Festen, die im Wal­decker Land gefeiert werden. Die Sage nach soll es ein Igel gewesen sein, der einst den Grafen Heinrich von Waldeck in der Fürstenberger Gemarkung vor einem Sturz in den Abgrund bewahrt haben soll, als dessen Pferd vor dem stacheligen Tier scheute.

Der Graf bestimmte nach seiner wundersamen Rettung, dass zum Andenken an seine Rettung jährlich ein Fest gefeiert werden soll - und so halten es die Fürstenberger bis heute: In der Woche vor Pfingsten steht in Fürstenberg das Igelfest auf dem Programm.

Der Festzug, den die Igelburschen mit einem leibhaftigen Igel anführen, gehört zu den Höhepunkten des Festwochenendes. Damit dann jeder Schritt, jeder Griff und jedes Wort sitzt, proben die Mitglieder des Schützenvereins samt Ehrengarde und Igelburschen den Ausmarsch eine Woche zuvor.

Igelschluck aus Silberbecher

Am Samstagabend marschierten sie von der Igelstadthalle aus die Festzugsstrecke ab, probten Befehle, das Hissen der Flagge und den gesamten übrigen Ablauf, der am kommenden Sonntag dann live in Fürstenberg zu erleben ist. Anschließend schossen sie am Samstag den Ehrenpokal aus: Den Torlach-Pokal hat Martin Buckert geschossen.

Der Sonntag, 17. Mai, beginnt mit einem Gottesdienst in der Kirche. Anschließend stellt der Festzug sich am Park auf und setzt sich um 11 Uhr in Bewegung. Musikalisch begleitet wird er vom Musikverein Neukirchen.

Nach dem Hissen der Flagge und der Verlesung der Igelsage gibt es für „auserwählte Gäste“ einen ordentlichen „Igelschluck“ aus einem mit Cognac gefüllten silbernen Becher, der 1790 vom Walcker Fürstenhaus gespendet wurde.

Hüteschießen

Anschließend marschiert der Festzug wieder zur Festhalle, wo es nach Mittagessen, Wunschkonzert und Freibier ans Hüteschießen geht: Da dienen Holz­igel als Ziel beim Schießen mit dem Luftgewehr. Um 19 Uhr beginnt der Festabend in der Igelstadthalle mit DJ. Das Fest endet am Montag beim Festausklang mit Frühstück unter dem Motto „Traditionstag Igelfest“. Denn das eigentliche Igelfest wurde bis vor einigen Jahren immer montags gefeiert, erklärt Vorsitzender Lars Wagener.

Das Igelfest beginnt bereits am Samstag, 16. Mai, um 20 Uhr mit einem Discoabend in der Igelstadt-Halle; die Band „Moskito-Live“ spielt auf. Für gutes Essen und Trinken ist am gesamten Wochenende bestens gesorgt. (md)

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