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Korbach: 800 Teilnehmer aus dem Landkreis bei Warnstreik der IG Metall

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Von: Stefanie Rösner

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Für ihre Forderung nach einer Lohnerhöhung von acht Prozent sind rund 800 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie verschiedener Firmen aus ganz Waldeck-Frankenberg in Korbach auf die Straße gegangen.
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Für ihre Forderung nach einer Lohnerhöhung von acht Prozent sind rund 800 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie verschiedener Firmen aus ganz Waldeck-Frankenberg in Korbach auf die Straße gegangen.

Korbach - Unter Begleitung der Polizei zogen die Streikenden am Mittwoch Fahnen schwenkend und pfeifend vom Industriegebiet über die Flechtdorfer Straße und den Nordwall hinauf bis zur Hauer.

Hunderte Metaller waren mit Bussen aus dem ganzen Landkreis – von Hatzfeld bis Volkmarsen – angereist, um in der laufenden Tarifrunde ein deutliches Zeichen zu setzen. Bei dem groß angelegten Warnstreik der IG Metall Nordhessen wollten die Teilnehmer auch ihre Solidarität mit den Beschäftigten von Weidemann in Korbach zum Ausdruck bringen. Ihnen hatte der Arbeitgeber, der Wacker-Neuson-Konzern, wie berichtet den Tarifvertrag zum Jahresende aufgekündigt.

Kundgebung auf dem Hauer-Parkplatz

Jeweils Dutzende Mitarbeiter der Unternehmen Viessmann aus Allendorf, Castwerk aus Frankenberg, Essex Furukawa aus Bad Arolsen, Frank Walz- und Schmiedetechnik aus Hatzfeld, Hasenclever aus Battenberg, Hettich aus Frankenberg, Phönix Armaturenwerke aus Volkmarsen und Weidemann aus Korbach liefen eine Dreiviertelstunde durch die Stadt. Um elf Uhr kamen sie auf dem Hauer-Parkplatz zu einer Kundgebung zusammen.

Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel, begrüßte die Teilnehmer der „größten Aktion, die Metaller in dieser Region jemals auf die Beine gestellt haben“.

„Wir brauchen auch in Korbach den Tarifvertrag“

Korbach sei als Veranstaltungsort ausgewählt worden, weil am Standort der Firma Weidemann künftig keine Tarifverträge mehr gelten sollen. „Die Kolleginnen und Kollegen machen gute Arbeit. Wir brauchen auch in Korbach den Tarifvertrag“, betonte der Gewerkschafter.

Jörg Hofmannn, Erster Vorsitzender der IG Metall, bei Kundgebung in Korbach
Jörg Hofmannn © Stefanie Rösner

Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, war eigens in die Kreisstadt gekommen. „Ihr zeigt den Arbeitgebern die rote Karte“, rief er allen zu, die an diesem Tag die Arbeit niedergelegt hatten. Hofmann warnte, dass die Tarifkonflikte eskalieren könnten, wenn die Arbeitgeber nicht schnell den Forderungen der Arbeitnehmer nachkämen.

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