Korbach

Impuls für die Einkaufsstadt

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- Korbach (jk). Die letzte Brache in Korbachs Innenstadt wird beseitigt. In Verbindung zur Fußgängerzone entsteht Richtung Güterbahnhof ein neues Stadtquartier: Einzelhandel, Wohnen, Gastronomie, Büros.

Der gordische Knoten scheint durchschlagen. Seit über zehn Jahren diskutieren Stadtplaner, Politik und Investoren über das Areal zwischen Bahnhof, Kuhbach und Güterbahnhof. Im Herbst 2010 präsentierte Architekt Christoph Hesse ein neues Konzept – und ein Jahr später finden sich in der weiterentwickelten Version offenbar auch Stadtplaner und Politik wieder. Jedenfalls fand das Konzept am Mittwochabend im Parlament einhellige Zustimmung. Die Details bleiben vorerst noch in der Schublade. Denn Parlamentschefin Lieselotte Hiller (SPD) möchte das Konzept am 10. November bei einer Bürgerversammlung zunächst präsentieren.

Doch gaben die Fraktionen schon deutliche Signale. „Ich denke, wir können hoffnungsvoll in die Zukunft blicken“, resümierte SPD-Fraktionschef Martin Dörflinger. Die Beharrlichkeit von Parlament und Magistrat habe sich ausgezahlt. Dem folgte auch FWG-Fraktionsvorsitzender Kai Schumacher: „Sehr respektable Planung.“ „Ein Schandfleck wird beseitigt“, erklärte FDP-Sprecher Arno Wiegand. Handel, Büros, Wohnungen Grünen-Fraktionschef Daniel May würdigte, dass moderne neue Gebäude, ökologische Aufwertung an der Kuhbach und Einzelhandel in Einklang gebracht würden – ohne zusätzliche Konkurrenz für die bestehenden Händler im Zentrum. Überdies werde die Verknüpfung mit der Fußgängerzone deutlich verbessert, lobte CDU-Fraktionschef Heinz Merl.

Just die Verbindung zur Bahnhofstraße war ein Knackpunkt in den Debatten seit Herbst 2010. Zudem rieb sich insbesondere die SPD an einem zunächst geplanten Lebensmittelmarkt. Forderung war ebenso, auf dem Gelände auch altengerechte Wohnungen zu schaffen. All dies soll mit dem neuen Konzept umgesetzt werden. Freiflächen, Wege, Pflanzen und Baustoffe sollen das gesamte Umfeld an der Kuhbach attraktiver machen. Dabei lobten die Fraktionen eine enge und vorbildliche Zusammenarbeit mit den privaten Planern.

Bei den Geschäften geht es etwa um Bekleidung, Elektro/Multimedia, Gastronomie und Imbiss-Pavillon. Die Zahl der Parkplätze soll zudem deutlich erhöht werden. Regenbecken, Kreisel Parallel baut die Stadt unter dem bestehenden Parkplatz ein Rückhaltebecken für Regenwasser. An der Kreuzung Güterbahnhof/Flechtdorfer Straße soll ein weiterer Kreisel entstehen. Beide Projekte stehen ebenfalls seit Jahren auf der Agenda in Korbach. Dörflinger und Schumacher wiesen derweil auch Richtung Altstadt: Korbach verfolge eine „Zwei-Pole-Strategie“ zur Weiterentwicklung der Innenstadt. Deshalb müsse alsbald die Aufwertung für die Altstadt folgen.

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