Kinder-Abenteuerland war Ende 2015 geschlossen und als Flüchtlingsunterkunft genutzt worden

Indoor-Spielplatz „LaLeLu“ in Korbach öffnet wieder

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Bereit für die Wiedereröffnung: LaLeLu-Hallenleiterin Carina Saure (links) und Mitarbeiterin Carina Seitz freuen sich, dass das Kinder-Abenteuerland demnächst wieder seinen Betrieb aufnimmt.

Korbach – Das seit Ende 2015 geschlossene Kinder-Abenteuerland „LaLeLu“ in Korbach steht kurz vor der Wiedereröffnung. Ende Februar wird es nach Auskunft von Kirsten Klaus-Schilling wieder in Betrieb gehen und erneut ein „Spieleparadies für Kinder“ sein.

Die 53-Jährige führt mit ihrem Bruder Helge Klaus die Geschäfte des Transport- und Logistikunternehmens „Bodo Klaus“ in Korbach, zu dem auch die Halle in der Raiffeisenstraße gehört, in der das „LaLeLu“ fast zehn Jahre lang untergebracht war. Nach der Schließung diente das Gebäude ein Dreivierteljahr als Notunterkunft für Flüchtlinge. Zuletzt stand es leer, nun wird es wieder zum Kinder-Abenteuerland umgebaut.

Die Schließung des „LaLeLu“ hatte bei vielen Besuchern für Unverständnis gesorgt. Einige hatten damals an den Aussagen von Kirsten Klaus-Schilling gezweifelt, die das Ende des Indoor-Spielplatzes mit wirtschaftlichen Gründen erklärt hatte. „Es wurde stattdessen unterstellt, dass wir uns mit den Flüchtlingen eine goldene Nase verdienen wollten, weil die Mietzahlungen durch das Land attraktiver seien, als die Einnahmen, die wir mit dem LaLeLu hätten generieren können“, sagt die 53-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. „Diese Äußerungen entsprechen nicht der Wahrheit“, so Kirsten Klaus-Schilling. Das Abenteuerland habe wegen zu hoher Personalkosten – auch bedingt durch den Mindestlohn – und wegen „einiger Fehler“ Verluste eingefahren. „Mit den Mieteinnahmen konnten wir in den letzten Jahren lediglich die angehäuften Schulden abbauen.“

Kein Bungee, dafür mehr Trampoline

Um das „LaLeLu“ in Zukunft wirtschaftlich betreiben zu können, wird sich nach Auskunft der neuen Hallenleiterin Carina Saure in dem Gebäude an der Raiffeisenstraße einiges verändern. 

„Wir werden künftig auf personalintensive Spielgeräte wie dem Hochseilgarten, die Kletterwand und die Bungee-Anlage verzichten. Dort waren damals stets Betreuer im Einsatz, die wir nun einsparen werden“, sagt Carina Saure. „Das soll aber nicht heißen, dass das Angebot jetzt weniger attraktiv ist. Unser Trampolinbereich wird sich um drei Felder vergrößern – ebenso wird der Teil, in dem sich die Boxen für die Ausrichtung von Kindergeburtstagen befinden, größer. Ein so genannter Spider-Tower kommt auch noch hinzu“, zählt die 49-Jährige auf. 

Das eine oder andere Spielgerät steht auch schon.

Es werde weiterhin einen Klettervulkan und eine große Spielanlage mit Rutschen, Bällebad und Kartbahn geben. Darüber hinaus werde der Kleinkindbereich erweitert. „Alle Geräte sind so konzipiert, dass die Kinder in aller Regel selbstständig dort spielen können. Auf der anderen Seite setzten wir darauf, dass die Eltern ihrer Verantwortung nachkommen und die Betreuung ihrer Kinder übernehmen, wenn es nötig ist“, sagt Carina Saure. 

Es werde zwar auch immer eine Betreuungskraft in der Halle im Einsatz sein, diese könne sich aber nicht intensiv um jedes Kind kümmern. Insgesamt könne man das Personal um mehr als die Hälfte senken – nicht zuletzt auch wegen der Verschlankung des Restaurantbetriebs hin zu einem Bistro-Angebot.

240 000 Euro werden investiert

„Wir werden auf der anderen Seite rund 240 000 Euro in das LaLeLu investieren und sind fest davon überzeugt, dass wir das Kinder-Abenteuerland mit dem neuen Konzept wirtschaftlich betreiben können“, sagt Kirsten Klaus-Schilling, Miteigentümerin der Halle, in der sich der Indoor-Spielplatz befindet.

Wie hoch letztlich die Eintrittspreise sind und an welchem Tag das „LaLeLu“ in Korbach Ende Februar dann erstmals wieder seine Pforten für Besucher öffnet, wollen die Betreiber in den kommenden Wochen endgültig festlegen.

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