Motto lautet: „Unsere Stadt muss sich wandeln“

Ideen vorgelegt: Freie Wähler wollen Einkaufen in Korbach zum Erlebnis machen

Bummeln in Korbach: Unter dem Motto „Unsere Stadt muss sich wandeln“ wollen die Freien Wähler neue Begegnungsräume und Erlebnisangebote in Altstadt, Fußgängerzone und Peripherie schaffen.
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Bummeln in Korbach: Unter dem Motto „Unsere Stadt muss sich wandeln“ wollen die Freien Wähler neue Begegnungsräume und Erlebnisangebote in Altstadt, Fußgängerzone und Peripherie schaffen.

Die Freien Wähler in Korbach wollen unter dem Motto „Unsere Stadt muss sich wandeln“ neue Perspektiven für die Entwicklung der Innenstadt aufzeigen.

„Unser Ziel ist es, in Zukunft eine moderne, attraktive und von Leben erfüllte Stadt vorzufinden“, sagt Kai Schumacher, Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament. Die Kreisstadt brauche daher „mehr Begegnungsräume und Erlebnisangebote für einen Neustart der innerstädtischen Zentren wie Altstadt, Fußgängerzone und Peripherie“.

„Einkaufen ist mehr, als etwas online zu bestellen. Es bedeutet auch Leben, Erlebnis und Aktion“, so Schumacher.

Die Freien Wähler hätten zahlreiche gute Ideen, mit denen engagierte Händler, Gastrobetreiber, Handwerker, lokale Gründer, Bürger sowie Initiativen das Leben im Zentrum der Hansestadt wieder voranbringen können. „Die Strategie sieht vor, Events in den Innenstädten sowie neue Geschäftsideen, Nachteinkaufs-Veranstaltungen, Kleinkunst, Konzerte, Messen, Ausstellungen und Präsentationen als Aktionen zu etablieren, die wie Publikumsmagnete fungieren. Wir wollen neue kulturelle, wirtschaftliche und gastronomische Räume entstehen lassen und diese miteinander verbinden“, sagt der Fraktionsvorsitzende.

Kai Schumacher, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Korbacher Stadtparlament

„Eine Idee ist es, mit dem Korbacher Bauhof eine Info-Aktion zum Thema Mülltrennung in der Fußgängerzone zu veranstalten. Außerdem könnten wir der Schützengilde vorschlagen, ihr Vogelschießen auch mal in der Innenstadt zu machen. Das würde bestimmt viele Menschen interessieren und der Verein könnte gleichzeitig seine Aktivitäten vorstellen“, so Schumacher. „Das Ziel solcher mannigfaltigen Kombinationen ist es, aus dem Besuch der Innenstadt ein Erlebnis zu gestalten“, fügt Fraktionskollege Bernd Klaus hinzu.

Thomas Kuhnhenn, Vorsitzender der Freien Wähler in Korbach, ergänzt: „Eine attraktive Innenstadt lebt von richtigen Mischungen. Erste Schritte haben Einzelhandel, Gewerbe und die Stadt schon eingeleitet. Das Bürgerbüro füllt einen Leerstand und dient als Frequenzbringer im oberen Teil der Fußgängerzone.“ Der Mittwochsmarkt habe sich zu einem Höhepunkt entwickelt und der Woolworth-Neubau beherberge nach der Fertigstellung attraktiven Handel, Sport und Wohnen unter einem Dach.

Ingo Sahl und Jörg Bangert erweitern die Planung der Freien Wähler noch um einen weiteren Aspekt. „Es gilt auch, sich den Scharfblick für Änderungen zu bewahren“, sagen sie. Solche Änderungen müssten auch in der Peripherie erkannt und genutzt werden. Voraussetzungen und Ansprüche änderten sich im Laufe der Zeit. „Am deutlichsten erkennen wir dies am Einkaufsverhalten der Menschen – und damit direkt verbunden an den neuen Anforderungen an unsere Innenstädte. Daher ist es unsere Pflicht, vorhandene Festschreibungen mal zu überprüfen“, betonen Sahl und Bangert. Uwe Steuber stellt in diesem Zusammenhang die Frage, ob Bebauungspläne im Einzelnen noch ihren Zweck erfüllten oder ob sie von der Zeit überholt worden seien und sich eher als kontraproduktiv erwiesen.

Dass die Freien Wähler damit auf den geltenden Bebauungsplan für das ehemalige Expert-Gebäude an der Briloner Landstraße anspielen, ist kein Geheimnis. Sie stören sich schon länger daran, dass dort lediglich Märkte einziehen dürfen, die Unterhaltungselektronik und Haushalts-Großgeräte anbieten.

„Wir werden nicht alle Bebauungspläne mit aller Gewalt ändern wollen. Wir wollen aber auch nicht Gefahr laufen, Gefangene unserer eigenen Bebauungspläne zu werden“, fügen Michael Köhler und Annika Schott hinzu.

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