Korbach

Insolvenz nicht gemeldet: Geldstrafe

- Korbach (den). Weil er die Insolvenz seiner Firma nicht meldete und Sozialversicherungsbeiträge nicht überwiesen hat, ist ein 44-Jähriger zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

1500 Euro muss er an die Staatskasse abführen. Die nicht unerheblichen privaten und geschäftlichen Schulden kommen noch hinzu. Vor dem Korbacher Amtsgericht räumte der Geschäftsmann aus dem Ruhrgebiet, der 2008 seinen Wohnsitz ins Upland verlegt hatte, die Vorwürfe ein. Fast 10 000 Euro Versicherungsbeiträge für seine Mitarbeiter hatte er im Jahr 2008 einbehalten.

Ende Februar 2009 gab er das Geschäft mit der Programmierung und dem Vertrieb von Unternehmenssoftware auf. „Er wollte die Firma so lange wie möglich am Leben halten“, begründete der Verteidiger das Vorgehen seines Mandanten. Doch für den Erfolg fehlte schlicht das Geld. Er habe die Insolvenz der zwei GmbHs, die miteinander verwoben waren, nicht angezeigt, weil er damals eine große Zahlung in Aussicht gehabt habe, gab er gegenüber dem Vorsitzenden Richter Wolfgang Damm an. Mehr als 170 000 Euro sollten für Softwarerechte von einem Großkunden fließen. Doch aus dem Geschäft wurde nichts.

Immer wieder schichtete der Dortmunder Geld aus seinem Privat- in den Firmenbesitz um, um das Geschäft zu retten. Am Ende stand aber der „private wie persönliche Ruin“, stellte der Verteidiger fest.Der Staatsanwalt hatte eine höhere Strafe gefordert, der Verteidiger auf Milde plädiert, um seinem Mandanten den Weg aus der Krise nicht unnötig schwer zu machen.

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