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Internationaler Kinderbuchtag: Tipps aus Stadtbüchereien Korbach und Bad Wildungen

Klassiker und Neuerscheinungen, Bilderbücher und Jugendromane: Dem weiten Feld der Kinderbücher ist ein eigener Tag gewidmet.
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Klassiker und Neuerscheinungen einer Kinderbuch-Sammlung. Zum Aktionstag haben wir Büchereien nach mehr Tipps gefragt.

Zum Internationalen Tag des Kinderbuchs hat die WLZ-Kinderseite sich in den Stadtbüchereien Korbach und Bad WIldungen Tipps für guten Lesestoff geholt.

  • Seit 1967 wird jährlich der Internationale Tag des Kinderbuchs begangen - am 2. April, dem Geburtstag Hans Christian Andersens.
  • Dahinter steht das „International Board on Books for Young People“, das sich etwa aus Autoren, Übersetzern, Illustratoren, Lehrern und Eltern zusammensetzt.
  • Die Stadtbüchereien Korbach und Bad Wildungen berichten von den meistgeliehenen Kinderbüchern und Tipps darüber hinaus.

Korbach/Bad Wildungen – „Ein gutes Kinderbuch sollte die Fantasie anregen, es muss spannend und verständlich geschrieben sein. Wenn es zwischendrin immer mal auch was zu lachen gibt, ist die Mischung perfekt“, sagt Monika Weber von der Stadtbücherei Korbach. Aber das perfekte Buch für Kinder gebe es sicher nicht. Denn es komme immer auf das Alter, die Lesegewohnheiten und die Interessen an.

Das Lieblingskinderbuch schlechthin gebe es in der Korbacher Stadtbücherei also nicht – aber eine Hitliste: „Die drei ??? Kids“ von UIlf Blanck, „Die Olchis“ von Erhard Dietl, „Sternenschweif“ von Linda Chapmann, „Hexe Lilli“ von Knister und Comics – gerade Donald Duck. Auch Elke Vaupel von der Stadtbücherei Bad Wildungen weiß, dass gerade die bekannten Bücher besonders viel ausgeliehen werden: „Die Olchis“ nennt auch sie, dazu „Gregs Tagebuch“ von Jeff Kinney, „Die drei !!!!“ mit „Diebe im Gemüsebeet“, „Die Schule der magischen Tiere“ von Margit Auer und „Animorphs“ von Katherine Alice Applegate.

Kinderbuch-Tipps über die momentane Hitliste hinaus

Aber haben die beiden auch Tipps, die nicht zu den am meisten ausgeliehen Büchern gehören? Elke Vaupel nennt etwa „Der verrückte Erfinderschuppen“ von Lena Hach: Die lustige Geschichte gehe um irrwitzige Einfälle, an denen Jungen wie Mädchen Spaß haben. Eine zweite Empfehlung: „Das Blubbern von Glück“ von Barry Jonsberg. Die zwölfjährige Candice schildert ihr Leben. Sie gilt als autistisch: versessen auf Ordnung, dann und wann mit Kommunikations-Problemen. „Ich bin ich“, sagt sie dazu – und tut alles dafür, Glück zu den Leuten zu bringen.

„Ich persönlich lese den Grundschulkindern immer gerne die Geschichten von ,Rocco Randale‘ von Alan MacDonald vor“, erklärt Monika Weber: „Sie sind ausgesprochen lustig und spannend und kommen bei den Kindern immer gut an.“ Diese seien für Kinder ab der dritten oder vierten Klasse geeignete, für ältere würde sie immer wieder die Bestseller von Cornelia Funke „Tintenherz“, „Tintenblut“ und „Tintentod“ oder auch die Reckless-Trilogie empfehlen: „Hier wurde viel Fantastisches mit Spannung verknüpft und lässt einen beim Lesen nicht mehr los.“

Buchtipps aus der eigenen Kindheit und Jugend

Als Teil der Teams in den Stadtbüchereien Korbach und Bad Wildungen kümmern sich Monika Weber und Elke Vaupel darum, dass große wie kleine Leser interessante Bücher zu fassen kriegen. Aber was haben sie selbst in ihrer Kindheit gerne gelesen?

„Ganz viel Karl May“, sagt Elke Vaupel. Heutzutage werden die Bücher des Autors, der etwa den Apachen-Häuptling Winnetou geschaffen hat, aber kaum noch gelesen – höchstens von Erwachsenen, die in Erinnerungen schwelgen. Sie erinnert sich auch gerne an „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel – schon eher ein Jugendroman über die Probleme des Erwachsenwerdens, Puberät, Eifersucht und erste Liebe.

„Als Kind habe ich immer gerne Pferdebücher und die ,Hanni und Nanni‘-Serie von Enid Blyton gelesen“, berichte Monika Weber. Aber im Gedächtnis geblieben sei ihr „Warum zeigst du der Welt das Licht“ von Othmar Franz Lang: „Eine mitreißende Geschichte über eine junge deutsche Entwicklungshelferin und ihre Arbeit bei bolivianischen Bergbauern, die dort in unvorstellbarer Armut gegen Krankheit, Unwissenheit und Aufgabe ums Überleben kämpfen.“ (wf)

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