Alleringhausen

Jagdhütte im Wald ein Raub der Flammen

- Korbach-Alleringhausen. Eine Jagdhütte im Wald bei Alleringhausen ist komplett abgebrannt. Der Besitzer geht von Brandstiftung aus.

Die am Förster-Krönert-Weg im Wald oberhalb von Alleringhausen stehende massive Holz-Jagdhütte brannte irgendwann in der Nacht zu Samstag ab, wie der Alleringhäuser Wehrführer und Jagdvorsteher Gerd Behle am Samstagmittag gegenüber 112-magazin.de berichtete. In der Nacht war das Feuer von niemandem bemerkt worden, so dass erst ein Jagdaufseher am Morgen gegen 8.30 Uhr auf den Brand aufmerksam wurde. Zu löschen gab es zu dieser Zeit nichts mehr, wie Behle erklärte. Das Jagdhaus lag in Schutt und Asche. Beamte der Schutz- und der Kriminalpolizei machten sich ein Bild vom Ausmaß des Schadens, der in die Zehntausende geht. Die Besatzung eines Tanklöschfahrzeugs der Korbacher Stützpunktwehr rückte aus, die Kameraden löschten die hölzerne Terrasse sowie ins Gestrüpp gefallene glühende Holzteile ab. Den Brandherd selbst ließen die Feuerwehrleute außer Acht - hier wollen Experten der Kripo am Montag weitere Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen. Die Ermittler äußerten sich am Samstag daher noch nicht über den möglichen Grund für das nächtliche Feuer. Der Besitzer der Jagdhütte, Jagdpächter und Unternehmer Georg Saller aus Bochum, geht von Brandstiftung als Ursache aus. „So etwas geht nicht von allein an“, sagte er am Samstagmittag gegenüber 112-magazin.de. „Das kann doch nicht wahr sein“, sagte der Jäger beim Anblick der qualmenden Überreste seines Domizils. „Das sind 25 Jahre Jagd, die jetzt hier liegen“, kommentierte er bestürzt. Er werde Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Sein Revieraufseher habe am Mittwoch zuletzt an der Hütte nach dem Rechten gesehen. „Da war noch alles in Ordnung“, berichtete Saller und deutet auf Fotos des stattlichen Holzbaus. In der Vergangheit hätten sich häufiger Unbekannte an seinem Eigentum vergriffen. So seien Scheiben eingeschlagen und ein nebenan stehender Wohnwagen aufgebrochen worden. Der Unternehmer sprach von großem Glück, dass keine Menschen zu Schaden gekommen seien. In der Brandnacht hätte ursprünglich sein Schwiegersohn in der Hütte schlafen wollen. Dazu sei es aber nicht gekommen. „Man darf sich gar nicht vorstellen, was hätte passieren können“, sagte der Bochumer mit großer Erleichterung.(112-magazin.de)

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