Vöhl

20 Jahre Steuermann im Rathaus

- Vöhl (den). Auf eine 20-jährige Amtszeit als Vöhls Bürgermeister kann seit Dienstag Harald Plünnecke zurückblicken. Im Rahmen einer Sitzung des Gemeindevorstands bekam er eine Urkunde überreicht.

Es war keine Sitzung wie jede andere: Neben den Gemeindevertretern waren auch Karl-Friedrich Frese, Bromskirchens Bürgermeister und Vorsitzender im Städte- und Gemeindebund, sowie SPD-Urgestein Karl-Heinz Stadtler im oberen Tagungszimmer mit dabei. Statt mit klarer Stimme Diskussionen zu leiten, saß Vöhls Bürgermeister in seinem, damals gegen heftigen Widerstand eingekauften Sessel und lauschte den Ausführungen der Anwesenden. Viel Lob kam von denen, und um Plünneckes Augen kündigte sich das ein oder andere Mal ein feuchter Schimmer an. „Wir freuen uns mit dir über 20 Jahre“, fand Amtskollege Frese aus Bromskirchen. Angesichts der großen Gemeinde sei seine Arbeit nicht immer leicht gewesen. Doch man könne „mit Fug und Recht behaupten, dass du gute Resultate abgeliefert hast“. Plünnecke verstecke sich nicht, sondern habe „Ecken und Kanten, „das macht dich aus“, lobte Frese.Der Start in der Gemeinde Vöhl war ein schneller. Am 27. November 1989 wählte ihn das Parlament zum Bürgermeister (bei den drei folgenden Kommunalwahlen mit Bürgerbeteiligung ging er immer als Sieger vom Platz), am 1. Dezember begann seine erste Amtszeit. „Ich musste mich erst mal an die neue Umgebung und die neuen Sitten gewöhnen“, gab der Ausgezeichnete zu. „In dieser Phase habe ich auch einige Fehler gemacht.“ Doch das Steuer nahm er von Anfang an selbst in die Hand. Eine Entscheidung allerdings bereut er heute: „Dass wir das Vöhler Erlebnisbad nicht mit einem Edelstahlbecken ausgestattet haben“, zwinkerte er.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Mittwoch, 2. Dezember 2009.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare