Sudeck

34 Jahre Sudecks Weg geebnet

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- Diemelsee-Sudeck (nv). „Meine erste war die 
ereignisreichste Legislaturperiode“, blickt Wilhelm Arnold auf acht Amts-
zeiten als Sudecker Ortsvorsteher zurück. Nach 
34 Jahren legt er seinen Posten nieder und ringt bei der Kommunalwahl am 27. März allein um 
ein Kreistagsmandat.

Wenn Wilhelm Arnold sich an seine Zeit als Ortsvorsteher erinnert, nimmt er gern die Sudecker Chronik zur Hand. In dem großen, rot eingeschlagenen Buch hat er seit seiner Wahl 1977 Fotos und Zeitungsartikel gesammelt, sich wichtige Daten und Sprichwörter notiert. „Das muss ich unbedingt mal zu Ende bringen“, hat sich der 70-jährige bereits ein Projekt für den Ortsvorsteher-Ruhestand vorgenommen.

Mangelnde Zeit ist es indes nicht, die den dienstältesten Ortsvorsteher des Kreises zum Rücktritt animiert. „Vor fünf Jahren habe ich meinen Abschied bereits angekündigt, und jetzt muss der Generationswechsel erfolgen, weil er sich abzeichnet“, betont Arnold mit Blick auf die fünf Bewerber für die fünf Posten im Ortsbeirat. 
Neben den bisherigen Bürgervertretern Christian Pohlmann und Harald Niggemann kandidieren mit Martin Biederbick, Friedrich Brocke und Eckhard-Kevin Köster drei junge Männer.

Den Generationswechsel in der Diemelseer Ortspolitik läutet er allerdings nicht allein, 
sondern gemeinsam mit seinen Kollegen Hans Hiemer (Adorf) und Hans-Jürgen Becker (Stormbruch) ein. Im Zuge der Kommunalwahl widmet sich die WLZ noch einmal dem Wirken der drei dienstältesten Diemelseer Ortsvorsteher („Ortsvorsteher dank Papstwahl“, Hans Hiemer, WLZ 5. Februar; „Zusammenhalt ist Erfolgsrezept“, Hans-
Jürgen Becker, 12. Februar).

Wer auch immer auf Arnold folgt, er wird erst der dritte Sudecker Ortsvorsteher werden. Vor Arnold bekleidete nur Karl Neumann, letzter Bürgermeister der Gemeinde Sudeck vor der Gebietsreform 1972, dieses Amt. „Los ging es ganz schön turbulent“, denkt Arnold an das Wahljahr 1977. Ende der 70er Jahre diskutieren die Sudecker mit den Planungsbehörden heftig über die Umlegung ihrer Ortsdurchfahrt. Sie fürchten um den Wohnwert in ihren kleinen Dorf.

Unterstützt von den Bürgern macht sich der Ortsbeirat vehement für den Erhalt der alten, wenn auch kurvenreichen Trasse stark und erklärt, dass die Diemelseer gern zwei Höfe dafür opfern. „Wir waren ganz schön gefordert und hätten nichts 
erreicht, wenn wir nicht ein so gutes Team gehabt hätten“, ist Arnold überzeugt. Im Juli 1982 feiern die Sudecker ihre neue alte Straße mit einem großen Fest.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 19. Februar.

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