Ottlar: Ruhiger Schlaf dank Feuerwehr

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Diemelsee · 2302 Stunden Einsatzzeit

- Diemelsee-Ottlar.Zwar mussten die 13 Diemelseer Feuerwehren weniger Brände als im Vorjahr löschen, doch zeigte sich vor allem in der Zeit, die für verschiedene Hilfeleistungen aufgebracht wurde, die Bedeutung des freiwilligen Engagements.

Egal ob ein Pulverlöscher in der Müllsortieranlage in Flechtdorf zerschreddert wurde, eine Person aus dem Schlamm im Diemelsee gerettet werden musste oder Einsätze bei Verkehrsunfällen: Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren Diemelsee hatten im vergangenen Jahr allerhand zu tun. Das ging auf der Jahreshauptversammlung der 13 Ortswehren aus dem Jahresrückblick von Gemeindebrandinspektor Uwe Becker hervor. Insgesamt 2302 Stunden verbrachten die Männer und Frauen bei Einsätzen – und das, obwohl die Einsatzzeit für Brände um die Hälfte zurückgegangen ist. Dass die Feuerwehr mehr macht, als „nur“ Brände löschen, zeigte Becker anhand weiterer Zahlen: Bei 59 Einsätzen rückten die Feuerwehrkameraden neun Mal zu Bränden aus, 50 Mal ging es um Hilfeleistungen jeglicher Art. Zudem trainierten die Wehren bei verschiedenen Übungen, Lehrgängen und Wettkämpfen ihre Fähigkeiten. Für die Verbesserung der Schutzausrüstung wurden 16 500 Euro ausgegeben. Dass die Feuerwehrmänner ihre eigene Gesundheit gefährden, wussten vor allem die Gastredner zu schätzen. „Ohne die freiwilligen Feuerwehren könnten wir nicht so ruhig schlafen“, befand zum Beispiel der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf, der als Dezernent für den Brand- und Katastrophenschutz in der Dommelhalle war. Bürgermeister Volker Becker lobte die Vorbildfunktion der Kameraden und warf einen Blick auf die aktuellen Projekte von Gemeinde und Feuerwehr. So soll nach Möglichkeit noch in diesem Jahr mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Adorf begonnen werden. Beckers Wunsch nach finanzieller Unterstützung durch den Landkreis räumten Deutschendorf und Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick jedoch keine großen Chancen ein. „Wir können tief in die Schatztruhe schauen, aber die ist leer“, sagten beide einvernehmlich. Biederbick wies darauf hin, dass Geld vom Landkreis an anderer Stelle in die Feuerwehren fließe.Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 9. Januar.

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