Vöhler Martinskirche in Kirchenerhaltungsfonds aufgenommen

Jeder Euro wird verdoppelt

Vöhl - Lange hat die Gemeinde von diesem Moment geträumt. Jetzt hat das wichtige Schreiben das Vöhler Pfarrhaus erreicht: Die Martinskirche wurde in die Liste des Kirchenerhaltungsfonds aufgenommen. Jeder Euro zählt jetzt doppelt.

Als Gemeinde und Pfarrer in Vöhl die Summe zum ersten Mal sahen, erschraken sie: 540000 Euro soll die Innensanierung der Martinskirche kosten. „Schon zu Beginn der Sanierungsarbeiten in der Kirche hofften wir deshalb darauf, in den Kirchenerhaltungsfonds zu kommen, um die Kosten stemmen zu können“, erinnert sich Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg.

Innensanierung kostet 540000 Euro

Aber der Kirchenkreis kann jedes Jahr nur ein heimisches Projekt für das begehrte Zuschussprogramm vorschlagen. Die Vöhler hatten Jahr für Jahr das Nachsehen. In diesem Jahr hat es geklappt: „Die offizielle Bestätigung der Landeskirche ist inzwischen bei uns eingegangen“, erklärt Eisenberg. Und das bedeutet: Die Spendensumme, die die Gemeinde aufbringt, wird durch das landeskirchliche Programm verdoppelt. „Das gilt aber auch für die Spendengelder, die schon gesammelt wurden“, beruhigt Eisenberg.

Insgesamt 69400 Euro haben die Vöhler schon gesammelt - seit 2007. Das erklärte Spendenziel: 80000 Euro. Genau diese Summe würde dann verdoppelt. Dazu hofft die Gemeinde auf Zuschüsse von Kirchenkreis und Landeskirche. Dann sollen Maler- und Putzarbeiten finanziert, Zuglufterscheinungen reduziert und Beschallung und Beleuchtung auf den neuesten Stand gebracht werden. Auch die Sanierung der Orgel ist geplant. „Wir haben keine Veränderungen in der Substanz vor“, erklärt Eisenberg. Aber Besucher sollen besser hören und sehen und weniger frieren.

Und deswegen ist nun die Initiative aller gefragt: „Wir werden bald einen Spendenbrief an alle evangelischen Haushalte des Kirchspiels schicken“, kündigt Eisenberg an. Und das bedeutet: Auch die Aseler und Marienhagener bekommen Post. „Die Vöhler Kirche war schon immer so etwas wie die Mutterkirche des Kirchspiels“, erklärt Eisenberg. Außerdem hofft er auch auf den Einsatz jener Vöhler, die das Gotteshaus als Wahrzeichen ihres Heimatortes schätzen.

Ideen für den Markt sind noch willkommen

Die haben bereits Einsatz gezeigt: Seit einigen Monaten stecken die Vöhler in den Vorbereitungen für den Martinsmarkt. „Gemeindeglieder, aber auch viele Vereinsvertreter bereiten die Veranstaltung gemeinsam vor“, freut sich der Pfarrer. Am 7. und 8. November soll rund um und zugunsten der Kirche ein Markt stattfinden. An beiden Tagen sind Fotoausstellung, Tombola und der Verkauf von Kunsthandwerk geplant, Köstlichkeiten zum Verspeisen und Einkaufen sind ebenfalls vorgesehen. Auch die örtlichen Gewerbetreibenden engagieren sich.

„Wir stecken noch mitten in den Planungen“, sagt Eisenberg, „aber einige Termine stehen schon fest.“ Dazu gehören etwa die Eröffnung durch den Posaunenchor und der Laternenumzug am Samstagnachmittag. Auch die Hubertusmesse am Samstagabend in Zusammenarbeit mit dem Forstamt steht bereits fest auf dem Programm. Dass die Vöhler ihr Festwochenende mit dem Auftritt des Ensembles „Da Capo“ beenden wollen, ist ebenfalls klar. „Auch die Schule hat ihre Unterstützung angekündigt“, erklärt Eisenberg, „es ist ein schönes Signal, dass den Vöhlern etwas an ihrer Kirche liegt.“

Wer noch mitmachen will oder Ideen hat, kann sich unter Telefon 05635/8439 im Pfarramt melden oder zum nächsten Vorbereitungstermin kommen - am Donnerstag, 29. Oktober um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus.

Von Theresa Demski

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