Mehr als 900 Gäste informieren sich

„Job Day“ stellt im Korbacher Kino neuen Besucherrekord auf

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Jobmesse im Kinosaal: (vorne von links) Bruno Wenzel, Jaime Jatkarow, Paul Emde sowie (hinten von links) Mika Macek, Leon Stäuber, Moritz Schwalm, Johannes Rogowski, Manuel Birkholz und Finn Maurer von der Edertalschule lauschen einem Vortrag.

Korbach. Mit dem Korbacher Kino als Standort, Vorträgen an der Leinwand und mehr Ausstellern hat der „Job Day“ einen Besucherrekord aufgestellt - und ganz neue Einblicke geliefert.

Der Kinosaal ist so gut gefüllt, als würden gleich die „Avengers“ über die Leinwand flimmern. Stattdessen steht da Julian Stiehl, ein 19-jähriger Strother. Bei Analyticon Biotechnologies lernt er als Groß- und Außenhandelskaufmann. Durch Berufsberatung und den „Job Day“ sei er darauf gekommen, bei der diesjährigen Auflage der Messe will er mit seinen Erfahrungen den nächsten potenziellen Azubis eine solche Orientierungshilfe bieten.

Er wollte nicht nur als Kaufmann arbeiten, sondern auch mit Sprachen – sein Beruf gebe ihm die Möglichkeit, das gelernte Englisch und Französisch auch einzusetzen, zusätzlich lernt er Spanisch. „Ein Studium ist erst mal nur Theorie. In der Ausbildung ist jeder Tag anders“, schildert er. Zudem sei sie eine gute Grundlage, auf der er sich hinterher immer noch spezialisieren könnte. Auch Auszubildende und Mitarbeiter von Sparkasse, Conti, Lidl und Weidemann lassen die Gäste an ihren Erfahrungen teilhaben; weitere Aussteller berichten vor der Leinwand etwa von freiwilligen Wehrdienst und Dualem Studium.

Auch außerhalb der Kinosäle ist das Cine-K am Vormittag gerammelt voll: 66 Aussteller finden Platz. Schüler und gelegentlich auch Absolventen auf der Suche nach etwas Neuem tummeln sich um die Stände und stellen ihre Fragen: Praktika bei Bauunternehmen? Gerne. Als Polizist nach Nordhessen zurückkehren? Geht schneller, als manche denken. Übernahme bei der Agentur für Arbeit? Unbefristet und sicher, solang der Azubi nicht die Kollegen drangsaliere.

Im großen Feld der Aussteller holten sich Schüler wie Joy Böhle, Maya Kreis, Marvin Moos und Leonie Peimann von der Louis-Peter-Schule (rechtes Bild von links) allerlei Informationen.

Beim „Job Day“ wird nicht nur geredet, sondern auch gehandelt: Am Stand der Kreishandwerkerschaft wird gehämmert, beim Malermeister Göbel soll das Malen mit Stupfschablonen die feineren, kreativen Seiten des Malerberufs verdeutlichen, erklärt Ausbilderin Kristina Ulrich. Notfallsanitäter Bernd Warnecke lässt derweil einige Schüler üben, wie sie mit einem Unfall umgehen würden: Der verletzte Fahrer ist gleich erkennbar, das Baby auf dem Rücksitz soll eine Überraschung sein: „ Die sind sofort in einer ganz anderen Einsatzsituation.“

Die Aussteller zeigen sich sehr zufrieden: „Wir waren schon mehrmals hier und es ist mehr Interesse da“, sagt Gabriele Dauber, Ausbilderin der Bauzeichner bei Fingerhaus. Der Job Day sei viel besser besucht als vergleichbare Messen, erklärt Michaela Brüne, Personalverwalterin bei Brass – der Termin in der Woche zahle sich aus. „Viele erkundigen sich und haben Interesse an Praktika“, berichtet am Stand der Stadt Korbach Anette Chrobocsinsky, Lehrerin für Pflegeberufe. „Wenn sich zehn wirklich interessieren und fünf in den Beruf einsteigen, ist das ein Erfolg“, bilanziert Gerd Ladage als Repräsentant der Steuerberater-Kammer.

Mit mehr als 900 Besuchern stellte der „Job Day“ im Kino einen Rekord auf, freut sich Ute Hetzler von der Arbeitsagentur. Das Kino als Standort sei überall gut angekommen: „Wir können uns vorstellen, das wieder so zu machen.“

Bildergalerie zum "Job Day" im Korbacher Kino

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