Viele Projekte umgesetzt

Jugend-Ortsbeirat Ober-Ense feiert sein zehnjähriges Bestehen

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Zeigen seit 2007 Einsatz fürs Dorf: Mit Ehemaligen und Unterstützern hat der Ober-Enser Jugend-Ortsbeirat sein zehnjähriges Bestehen im Jugendraum gefeiert.

Korbach-Ober-Ense. Wenn Jugendliche das Dorf mitgestalten: Sein zehnjähriges Bestehen hat der Jugend-Ortsbeirat Ober-Ense mit vielen ehemaligen Mitgliedern gefeiert. 2007 wurde das Gremium aus der Taufe gehoben, seitdem haben die Jugendlichen viele Projekte umgesetzt.

Anfang Januar wird wieder eine dicke Rauchwolke über die Dächer ziehen und während Nadelbäume in Flammen aufgehen, werden sich Ober-Enser am Feuer und am Glühwein wärmen. Der skandinavische Brauch des Knut-Festes hat schon längst Einzug gehalten in den Kalender der Ober-Enser, denn seit 2009 organisiert der Jugend-Ortsbeirat das Dorffest jährlich.

Doch nicht nur „Knut“ ist durch das Engagement der Jugendlichen entstanden: Seit zehn Jahren gestaltet die Gruppe junger Erwachsener das Dorfleben mit, beschäftigt sich mit Geschichte und Politik und setzt eigene Ideen um.

„Es waren zehn interessante Jahre mit den Jugendlichen und ich freue mich, dass wir so viel bewegt haben“, sagte Heinz Graf, der die Jugendgruppe als Mentor begleitete, bei der Geburtstagsfeier. Zusammen mit vielen ehemaligen Mitgliedern hatte der Jugend-Ortsbeirat sein Bestehen im Ober-Enser Jugendraum gefeiert.

Die 16 Jugendlichen, die sich derzeit im Jugend-Ortsbeirat engagieren sind zwischen 13 und 25 Jahre alt. Doch die Gruppe verändert sich ständig, denn jedes Jahr zieht es einige der Älteren weg aus dem Korbacher Ortsteil und jüngere Ober-Enser rücken dafür nach. Was über zehn Jahre hinweg aber immer weiter gegeben wurde, ist das Interesse für den Heimatort.

„Für uns war es eine prägende Zeit, in der wir alle viel gelernt haben“, sagte Martin Juhasz als ehemaliges Mitglied. Neben Dorffesten und Ausflügen in Partnergemeinden, lernten die Jugendlichen nämlich auch einiges dazu – sei es beim Besuch einer Versammlung der Stadtverordneten oder über Anekdoten aus der Geschichte bei Rundgängen durch den Ort.

Dabei ließen die Jugendlichen die Geschichte des Dorfes oft wieder lebendig werden. Als sich die Jugendgruppe 2012 die Wasserversorgung im mittelalterlichen Ober-Ense genauer ansah, fiel ihnen das alte Mühlrad am Waldrand ins Auge, das sich nur noch schwerfällig drehte. Sie schmiedeten Pläne, es zu erneuern. Im Sommer 2013 nahmen sie es mit einem Fest in Betrieb. 

Von Nadine Graf

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