Schwalefeld

Jugendherberge unter neuer Leitung

- Willingen. Wechsel in der Upländer Jugendherberge: Der bisherige Leiter Joachim Marx genießt ab sofort die Vorzüge der Altersteilzeit. Am 1. September tritt sein bisheriger Stellvertreter Thomas Vente seine Nachfolge an.

Am 12. August hatte Joachim Marx seinen letzten Arbeitstag – Anlass genug für einen kleinen Empfang im Kreise einiger Ehrengäste, Kollegen und Mitarbeiter, Gelegenheit auch zum Rückblick auf mehr als 20 Jahre im Dienst des Deutschen Jugendherbergswerks. Marx hat früher in seiner thüringischen Heimat in der Hotellerie gearbeitet. 1989 reiste er offiziell in den Westen aus. Am 1. April 1990 übernahm er die Leitung der Jugendherberge am Willinger Mühlenberg. Während sich der Wintersport-Ort im schmucken Winterkleid präsentierte und ihm gut gefiel, war das alte Haus mit seinen 22 Schlafräumen, das er wieder in Schwung bringen sollte, eher eine Enttäuschung. Es entsprach nicht mehr den Ansprüchen der Gäste. Ein herausragendes Ereignis ist Joachim Marx in besonderer Erinnerung geblieben: Im Februar 1991 wurde kurzfristig ein Europacup-Skispringen nach Willingen vergeben. Die Hotels waren ausgebucht. So wurden die Skispringer aus aller Herren Länder kurzerhand in der Jugendherberge einquartiert. Nach im selben Jahr ergaben sich mit dem Umzug ins frühere Lukasheim in Schwalefeld völlig neue Perspektiven für die Zukunft der Upländer Jugendherberge. In der ehemaligen evangelischen Familienferienstätte hoch über den Dächern des Luftkurorts, die im Dezember 1991 als Jugendherberge eröffnet wurde, stehen in 36 Zimmern 132 Betten zur Verfügung. Es gibt zwei Speise- und vier Tagesräume, Kaminzimmer und Sauna. Im Lauf der Jahre erfolgten mehrere Teilumbauten und Modernisierungen, zuletzt vor wenigen Monaten, als unter anderem das Foyer neu gestaltet, Brandschutzauflagen erfüllt und weitere Fluchtwege geschaffen wurden. 18 000 Übernachtungen Wurden in der alten Willinger Jugendherberge rund 2000, in besonders guten Jahren auch mal 4000 Übernachtungen registriert, so lockt das Schwalefelder Haus doch deutlich mehr Besucher an. (bk) Mehr in der WLZ-Printausgabe vom 15. August 2011

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