Gemeindevertreter beraten am Freitag über die Erweiterung und Modernisierung

Jugendzeltplatz attraktiver machen

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Der Jugendzeltplatz an der Stormbrucher Brücke nahe Heringhausen soll attraktiver und sicherer werden. Das Parlament berät am Freitag über den Bebauungsplan.

Diemelsee-Heringhausen. - Wann der Naturpark Diemelsee die Erweiterung umsetzt, hängt von der Finanzierung ab.

Der Modernisierung und Erweiterung des Jugendzeltplatzes am Diemelsee steht aus fachlicher Sicht nichts entgegen. Nur geringfügige Änderungswünsche haben die „Träger öffentlicher Belange“ vorgebracht, über sie entscheiden die Gemeindevertreter am Freitag bei ihrer Sitzung in Adorf. Danach können sie den Bebauungsplan als Satzung beschließen.

Wie berichtet, soll der 1970 im Südwesten Heringhausens an der Stormbrucher Brücke angelegte Zeltplatz modernisiert und nach Osten hin vergrößert werden. Betreiber und Grundstückseigner ist der Zweckverband Naturpark Diemelsee, für den Bebauungsplan ist allerdings die Gemeinde zuständig.

Bislang ist der Platz etwa 1,4 Hektar groß. Er bietet etwa 120 Besuchern Platz, das entspricht maximal drei Gruppen. Zählten die Betreiber im Rekordjahr 1980 stolze 10 041 Übernachtungen, betrug die Zahl im Durchschnitt der vorigen vier Jahrzehnte rund 5100. Doch in den letzten Jahren fiel sie auf nur noch etwa 4300 - für den Naturpark das Signal, dass der Platz attraktiver werden muss.

Nach den vor einem Jahr vom Parlament gebilligten Planungen soll der Platz um rund zwei Drittel auf 3,9 Hektar Fläche vergrößert werden. Dabei soll auch das Sportfeld verlegt werden, um für mehr Lärmschutz zu sorgen. Für Betreuer wird ein geschotterter Parkplatz angelegt. Bei Neuanpflanzungen gerade im Osten will die Gemeinde dem Rat des Diemelseer Naturschutzbundes und des Fachdienstes Naturschutz der Kreisverwaltung folgen.

Wann die Pläne umgesetzt werden, ist allerdings noch offen, da erst Zuschüsse beantragt werden müssen. Da die Bewilligungsperiode für dieses Jahr schon abgelaufen ist, kann der Naturpark wohl frühestens 2015 mit Fördergeldern rechnen.

Bereits im vorigen Sommer hatte der Zweckverband das Zentralgebäude mit einer geeignete Küche ausgestattet und das Außengelände neu gestaltet, auch eine Rampe für Behinderte wurde dabei gebaut. Kosten: rund 89 600 Euro, dafür gab es 48 500 Euro Zuschuss aus dem „Leader“-Programm der Europäischen Union.

Weiteres Ziel der Modernisierung ist es, den Platz erneut als „Ecocamping“-Platz zertifizieren zu lassen.(r/-sg-)

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