Korbach: Stadt und Jugendhaus wollen Bands unterstützen

Junge Musiker suchen Proberäume

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- Korbach (jk). „K 20“ steht für Musik und Kultur im Jugendhaus. Doch Korbachs Nachwuchskünstler haben einen sehnlichen Wunsch: Die jungen Bands brauchen dringend einen neuen Probenraum.

„Caracas Walk“ heißt die neue Band, in der Sänger Marcel Ruddies am Mikrofon den Ton angibt. Die fünf jungen Musiker proben seit rund zwei Jahren in einem Kellerraum der Markusgemeinde auf dem Waldecker Berg. Doch der Raum steht wegen baulicher Mängel künftig nicht mehr zur Verfügung, bestätigt Werner Nagel, Vorsitzender des evangelischen Stadtverbandes. „Wir sind eine aufstrebende Band“, sagt der 17-jährige Marcel mit Glanz in den Augen. Doch ohne Raum zum Proben sind die jungen Hartmetall-Rocker aufgeschmissen, sagt der Gymnasiast von der Alten Landesschule.

Für den Zusammenhalt der Band droht also Gefahr, und das gilt auch bei weiteren Gruppen in Korbach. Denn nicht nur der Raum in der Markusgemeinde fällt vorerst weg, auch in der belgischen Kaserne ist durch die Insolvenz der Beschäftigungsgesellschaft für junge Musiker Sendepause. Kulturamtsleiterin Ute Ehringhausen und ihr Kollege Christoph Knebel wissen um die Nöte der jungen Bands. Aber alle Vorstöße führten bislang nicht zum gewünschten Erfolg. So hatte die Stadt beispielsweise selbst beim leer stehenden Coop-Markt an der Frankenberger Landstraße die Fühler ausgestreckt, schildert Knebel.

Korbacher, die einen Raum für junge Bands anbieten können, sind also höchst willkommen. Was die Musiker brauchen? „20 bis 30 Quadratmeter, der Raum muss trocken sein und möglichst auf eine konstante Temperatur beheizbar“, erklärt Björn Schollmann, Mitarbeiter im Jugendhaus.Kein Luxus ist gefragt, sondern ein akzeptabler Raum, in dem möglichst auch zwei Bands ihre Ausrüstung unterbringen können. Teuer soll er auch nicht sein, und die jungen Musiker sollen sich auch selbst mit Gestaltung, Dämmung und „vielleicht einem Teil des Taschengeldes einbringen“, erklärt Ute Ehringhausen. Devise: Was nichts kostet, scheint nichts wert.

Die Bands werden also auch gefordert, den Raum in Ordnung zu halten, Verantwortung zu übernehmen. Sponsoren und Spender sind dabei natürlich jederzeit willkommen. Schließlich hat sich in den vergangenen Jahren eine muntere Szene an begabten Nachwuchsbands in Korbach und Umgebung entwickelt. Dies zeigt auch der beliebte „Band-Contest“, den das Jugendhaus seit Jahren erfolgreich auslobt.

Wer einen geeigneten Probenraum kennt oder zu günstigen Bedingungen zur Verfügung stellen kann, der sollte sich alsbald mit der Stadtverwaltung und/oder dem Jugendhaus in Verbindung setzen. Ute Ehringhausen ist erreichbar unter 05631/53-251, Christoph Knebel unter 53-332, das Jugendhaus unter 53-950.

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