Theatergruppe aus Fürstenberg spielt „Der Frauentester“

Junges Ensemble zeigt rasantes Stück

Lichtenfels-Fürstenberg - Sie witzelten, lästerten, flirteten mit Inbrunst und sorgten so für ein großes Vergnügen in der Igelstadthalle in Fürstenberg: Die Laienschauspieler der Theatergruppe feierten am Ostersonntag Premiere mit ihrem Stück „Der Frauentester“.

„Frauen sind in einer Ehe wie Hefe“, stellt Wirt Hugo ernüchtert fest, „entweder sie gehen auf oder sie werden ungenießbar“. Das Publikum hat er jetzt bereits auf seiner Seite – zumindest den einen Teil. Rund drei Stunden lang wird er gemeinsam mit seinen Kollegen der Theatergruppe für manch markigen Spruch, manch frechen Hieb in Richtung den Nachbarn in Buchenberg und Goddelsheim und allerlei Verwicklungen für Unterhaltung sorgen. Es ist ein junges Ensemble, das am Ostersonntag mit dem neuen Stück „Der Frauentester“ Premiere in der Igelstadthalle feiert. Vier der Darsteller sind zum ersten Mal dabei und werden unterstütz von alten Hasen. Rasant und locker aufgelegt, erzählen die Schauspieler das Stück von Frauentester Alfred (herrlich schnöselig: Till Buckert). Im Gasthaus „Zum Lamm“ herrscht großer Trubel: Der Opa hat das Zeitliche gesegnet, seine Rente aber ist unerlässlich. Ähnlich geht es auch den Wirten des benachbarten Gasthauses „Zum Löwen“. Alle kommen auf die gleiche Idee: Sie lassen Omma und Opa im Gespräch mit Postbotin Christa (schön temperamentvoll: Steffi Ehringhausen) noch ein Weilchen am Leben – vertreten durch Schaufensterpuppe und Verwandte. Doch Obacht, immer mehr Handlungsstränge eröffnen sich den Zuschauern auf der Bühne: Frauentester Alfred wurde von Wirt Hugo (wunderbar: Klaus Hoffesommer) angeheuert, um Ehefrau Ursula zu testen. Die wird so schwungvoll und authentisch von Carla Friedewald gespielt, dass den Fürstenbergern um die Zukunft des Theater nicht bange sein muss. Rudi (locker aufgespielt von Thorsten Ruhe), Gastwirt im Lamm, schließt sich dem Nachbarn gleich an und heuert den Frauentester für seine Gattin ebenfalls an. Die wird von Tabea Schröer gespielt und sorgt ebenfalls für Begeisterung im Publikum. Beide Frauen fallen mit Pauken und Trompeten durch. Gleichzeitig beginnt im Hotel „Zum Löwen“ ein Familiendrama: Restauranttesterin Laura (gespielt von Petra Steffen), ihr gefrusteter Mann Norbert (Jens Barbe) und Tochter Karin (Paula Buckert) mieten sich ein – und werden für Zechpreller gehalten. Dem nicht genug: Als der wahre Zechpreller Ladislaus (Jannick Hadewig) sich nebenan einquartiert, steht die Ehe des Tester-Ehepaares vor dem aus. Gut, dass wenigstens Tochter Karin in dem jungen Robert (Johannes Hasecke) ihre große Liebe findet.Am Ende entpuppt sich nicht nur Norbert als perfekte Partie für die Postbotin, sondern auch Darsteller Jens Barbe als Darsteller mit köstlich-komödiantischem Talent. Denn als er kurzfristig in die Rolle der toten Oma schlüpft, klopft sich das Publikum vor Begeisterung auf die Knie – und applaudiert fleißig als der Vorhang fällt. (resa)

„Der Frauentester“ wird das nächste Mal am 26. April um 19.30 Uhr in der Igelstadthalle in Fürstenberg gespielt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare