Langwieriger Einsatz für Wehren: Feuer weitet sich auf Zwischendecke  aus

Feuerwehreinsatz in Fachwerkhaus – Sechsköpfige Familie bleibt unversehrt

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Die Wehren aus Rhena und Korbach waren am frühen Morgen in diesem Fachwerkhaus in Rhena im Einsatz.

KORBACH-RHENA. Ein Brand in einem Fachwerkhaus im Korbacher Stadtteil Rhena hat am frühen Mittwochmorgen einen langwierigen Einsatz der Feuerwehren aus Rhena, Lelbach und der Kernstadt ausgelöst. Offenbar ein Kaminbrand hatte sich in eine Zwischendecke ausgebreitet und einen Schwelbrand ausgelöst, der beim Eintreffen der Brandschützer kurz vor dem Durchzünden stand.

Mit dem Stichwort „Unklare Rauchentwicklung“ wurden zunächst die Wehren aus Rhena und Korbach gegen 5.15 Uhr alarmiert, auch die Besatzung eines DRK-Rettungswagens rückte zur angegebenen Anschrift in der Ortsmitte aus. Bereits nach der ersten Erkundung war für Einsatzleiter Carsten Vahland klar, dass es sich nicht um einen – wie zunächst vermutet – reinen Kaminbrand handeln konnte.

Der Rauch drückte zu diesem Zeitpunkt bereits aus der Giebelseite nach außen, das Dachgeschoss war vollkommen verraucht. Der Schwelbrand, der schon seit Stunden gelodert haben musste, stand kurz vor der Durchzündung, es war redensartlich „fünf vor zwölf“, wie es Vahland bezeichnete. Nur durch das kontrollierte und rasche Eingreifen, gemeinsam mit dem Schornsteinfeger, gelang es, eine weitere Brandausbreitung zu vermeiden. In insgesamt drei Wohnräumen sowie im Treppenhaus mussten die Feuerwehrleute die Wände zum Kamin öffnen, auch die Decke zum Dachgeschoss war betroffen.

Einsatz unter Atemschutz

Das Öffnen erfolgte unter ständigem Ablöschen der Glutnester, so dass die Freiwilligen eine Durchzündung erfolgreich verhinderten. Diese Arbeiten mussten weitgehend unter Atemschutz erledigt werden. Um über genügend Atemschutzgeräteträger zu verfügen, ließ Vahland gegen 6 Uhr noch die Feuerwehr aus Lelbach alarmieren. Nach Einschätzung des Einsatzleiters hatte sich der Brand zunächst in einer alten abgemauerten Räucherkammer unbemerkt ausbreiten können. Der Sohn der Familie war wach geworden, als in der Kammer vermutlich ein verkohltes Bauteil herunterfiel. Da selbst tragende Balken bereits komplett weggebrannt waren, stützte die Feuerwehr auch die betroffenen Deckenteile ab. Das Material dazu stellte der benachbarte Gerüstbaubetrieb zur Verfügung.

Durch ihren kontrollierten Einsatz bewahrte die Feuerwehr die sechsköpfige Familie vor einem größeren Gebäudeschaden. „Die Familie hat ihr Dach über dem Kopf behalten. Bei einer Durchzündung wäre vermutlich ein Totalverlust die Folge gewesen“, machte Einsatzleiter Vahland deutlich. (112-magazin)

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