Vöhl: Parlamentarischen Arbeitskreis „Zukunft für die Gemeinde“gegründet

Kampf für Familie und gegen Leerstand

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Junge Familien sollen sich in Vöhl wohlfühlen, Ausbildungs- und Arbeitsplätze sollen die Menschen hier halten und günstige oder kostenlose Baugrundstücke Familien von einem neuen Zuhause in Vöhl überzeugen: Das wünscht sich der Arbeitskreis „Zukunft“.

Vöhl - Der demografische Wandel, die Energiewende und die Finanzkrise: Die Gemeinden stehen vor großen Herausforderungen. Die Vöhler reagieren darauf nun mit der Gründung des Arbeitskreises „Zukunft für die Gemeinde“.

Die Vöhler Gemeindevertreter sammeln Ideen für die Zukunft. Egal, ob es um Leerstände, Arbeitsplätze oder Infrastruktur geht: Originell und wirkungsvoll wollen die Kommunalpolitiker die Probleme angehen.

Dafür haben sie jetzt den parlamentarischen Arbeitskreis „Zukunft für die Gemeinde“ gegründet. Ihren Vorsitz übernimmt Hermann Kubat (CDU), sein Stellvertreter ist Karl-Heinz Stadtler (SPD). Zweimal hat der Arbeitskreis bereits getagt und dabei auch formuliert, welche Ziele er sich vornimmt. „Wir müssen umdenken“, erklärte­ Kubat während der Sitzung der Gemeindevertretung, „damit wir gut auf die Zukunft vorbereitet sind“. Jetzt müssten die Weichen gestellt werden. In der „Ideenwerkstatt“, wie Kubat den Arbeitskreis nennt, sind auch Einfälle der Bürger und von Experten gefragt.

Thematisch soll es dabei vor allem darum gehen, wie man Senioren ebenso wie jungen Familien gerecht werden kann, Einheimischen ebenso wie Urlaubern. „So haben wir uns auch das Thema Leerstände vorgenommen“, erklärte Kubat. Die Gemeinde könne etwa ein Programm auflegen, mit dem Zuschüsse für die Sanierung alter Gebäude im Ort möglich würden. Und auch wenn es um gemeindeeigene Baugrundstücke geht, wünscht sich manch ein Parlamentarier mehr Flexibilität. So könnten etwa Baugrundstücke an Familien verschenkt werden, hatten die Freien Wähler schon im vergangenen Jahr vorgeschlagen. Der Vorschlag hängt weiter im Raum, der Arbeitskreis „Zukunft“ soll darüber beraten. Das gilt auch für Themen wie Vereinsförderung, die Schaffung und Erhaltung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen in Vöhl, die Energiewende und die Umwelt.

„Außerdem müssen wir darüber beraten, wie wir uns als Gemeinde touristisch noch weiterentwickeln können“, sagte Kubat und spielte damit auch auf die Adelung des Nationalparks als Weltnaturerbe an.

Zum Arbeitskreis gehören insgesamt 13 der Gemeindevertreter - neben dem Bürgermeister und drei Mitgliedern des Gemeindevorstands gehören dazu auch neun Mitglieder der Gemeindevertretung. Die Parlamentarier stimmten am Montag nun auch offiziell der Bildung des Arbeitskreises zu. (resa)

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