Vöhl

Der Kampf gegen Brustkrebs

- Vöhl (resa). Sie lebte unbeschwert in den Tag hinein, schuftete bis spät in die Nacht und verschmähte nie ein deftiges Schnitzel. Dann entdeckte Silke Seifert aus Vöhl einen Knoten in ihrer Brust. Das veränderte ihr Leben.

Es war ein Dienstag. Das Restaurant hatte noch nicht geöffnet, der Tag begann ruhig. Doch dann entdeckte Silke Seifert beim Abtasten ihrer Brust eine Erhärtung, die vorher nicht da gewesen war. Sie fühlte wieder und wieder und rief beunruhigt ihren Mann. Uli Seifert brachte seine Frau sofort zu ihrer Hausärztin. Die ordnete ohne zu zögern eine Untersuchung im Frankenberger Krankenhaus an. „Ich wollte keine OP“ „Da saß ich dann und hatte mir noch nie über Krebs Gedanken gemacht“, erzählt die 44-Jährige. Vorbelastungen in der Familie gab es nicht, nie hatte sie bisher mit schlimmeren Krankheiten kämpfen müssen. „Ich ließ die Untersuchungen über mich ergehen“, erzählt Silke Seifert. Die Mammographie brachte die erste schlimme Gewissheit. Vier Knoten entdeckten die Ärzte in ihrer Brust. Eine Gewebeentnahme sollte klären, ob sie bös- oder gutartig waren. „Das tat höllisch weh“, erinnert sie sich an die große Nadel, die auf Schulterhöhe eingesetzt wurde. Dann mussten Uli und Silke Seifert warten – drei Tage lang. „Das Geheule war groß“, erzählt sie, „wir ahnten schon, dass es Krebs sein würde“. Und ihre Vorahnung bestätigte sie.

„Als der erste Schock vorbei war, haben wir angefangen, uns im Internet zu informieren“, erzählen die Vöhler Gastronomen. Während der Recherchen stieß Silke Seifert dann auf Rudolf Breuss (siehe Hintergrund). Der österreichische Heilpraktiker hatte Anfang des 20. Jahrhunderts eine Diät entwickelt, die den Krebszellen die Nahrung entziehen sollte. „Ich habe mich nicht so richtig daran getraut“, erinnert sie sich, „zumal die Schulmedizin nicht viel davon hält“. Aber Silke Seifert wusste: Sie wollte keine Operation, ihre Brust behalten und war fest davon überzeugt, dass sich ein anderer Weg finden würde. „Die Angst vor dem Tod war groß und plötzlich wusste ich: Die Diät ist der richtige Weg“, sagt sie. Gemeinsam mit ihrem Mann machte sie sich schlau. Das Prinzip war simpel: 42 Tage lang sollte sie nichts essen, sondern sich nur von selbst gepresstem Gemüsesaft, Zwiebelsuppe und Tee ernähren

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung von Samstag, 5. Juni 2010.

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