Die Band Cazara inszeniert Rock, Pop, Jazz und Oper als unbändiges musikalisches Vergnügen

Kanzler, Queen und Rocklegenden

+
Musikalisch erste Sahne und für einen Spaß jederzeit zu haben: (v.l.) Thomas Schwill, André Schneider, Klaus „Kanzler“ Kesper, „Langen Klaus“, Volker Ashauer, Thomas Fischer und Anna Kesper im Schwalefelder Probenraum.

Willingen/Korbach - Hier rockt der „Kanzler“ mit Tenor, hier trifft sich Rockröhre Anastacia mit Opernheld Puccini: Die Band Cazara bricht auf zu neuen musikalischen Ufern.

Im Schwalefelder „Haus des Kurgastes“ ist mittwochs Rocknacht. Und die Band zelebriert auf engstem Raum scheinbar das diamantene Thronjubiläum der Queen - wie Sir Tom Jones 2012 vorm Buckingham Palace. „Mama Told Me Not To Come“ heißt der Song, den ehedem Randy Newman für Rocklegende Eric Burdon schrieb. Die Popmusiklegende Jones legte den Song dann der Queen höchstpersönlich beim Konzert zu Füßen.

Doch zurück von London nach Schwalefeld: Anna, Tom und Tom singen das Stück mit derartiger Inbrunst, Leichtigkeit und Koketterie, dass es einem tagelang nicht aus den Ohren gehen will. Wie kann Musik nur so viel Freude machen.

„Cazara“ heißt die magische Antwort darauf, der seltene Schmetterling, der diese Band seit Sommer 2010 namentlich beflügelt. Damals feierte Cazara die Premiere beim Altstadt-Kulturfest in Korbach auf der Weindorfbühne. Am helllichten Sonntagmittag inszenierte eine heimische Rockformation nach nur drei Monaten Probe ein völlig neues musikalisches Rezept. So gut, so fesselnd, dass Cazara schon 2013 zum Top-Konzert am Samstagabend in der Hansestadt reüssierte.

Cazara, sprich: Kasahra, das sind der Gründer und Leadgitarrist Klaus-Joachim Kesper („Kanzler“), Volker Ashauer (Bass), Klaus Kesper („Langen Klaus“) am Keyboard, Schlagzeuger André Schneider, das Ins­trumental- und Stimmwunder Thomas Schwill, der kraftstrotzende Sänger und Saxofonist Thomas Fischer, die energiegeladene Frontfrau Anna Kesper. Nicht zu vergessen der Gitarre spielende Manager Dirk Wilke und Christian Vogel als zusätzlicher Drummer. Keimzelle war die frühere Willinger Band „K2“. Kanzler Kesper holte 2010 die Vollblutmusiker Thomas Schwill und André Schneider hinzu. Gemeinsam mit Frontsängerin Viktoria Rohde war als „Cazara“ eine neue Band geboren, die scheinbar mühelos unterschiedlichste Genres der Musik zusammenführte. Seit Sommer 2013 steht die frühere K2-Sängerin Anna Kesper wieder mit im Rampenlicht.

Mal Pink Floyd, mal „Phantom der Oper“, schottisches „Loch Lomond“ gepaart mit Anastacias Version des Rocktitels „Sweet Child O’ Mine“ - für Cazara kein Problem. So schafft es die Band im Alter zwischen Mitte 20 und Mitte 60, ein ebenso breit gefächertes Publikum zu erobern.

Live im „Plückers“

Thomas Schwill blickt schon voller Freude auf den 28. Juni, wenn die Band zum zweiten Mal das Kloster Flechtdorf rocken will. Licht, Bühne, Arrangement - „das schreit geradezu nach einem besonderen Design“, prophezeit Schwill. Warum nicht eine Puccini-Arie mit einem Säbeltanz verknüpfen? Vielleicht noch eine Dudelsack-Gruppe dazu? Unterm Flügelschlag des Schmetterlings scheint alles möglich. Auch dem Altstadt-Kulturfest in Korbach fiebert Cazara hoffnungsvoll entgegen. Wie wär’s mit einer Prise von Puccinis „Madame Butterfly“ in rockigem Gewand? Nur so eine Idee.

Wer die Schmetterlinge schon jetzt im Frühjahr hautnah erleben möchte, der hat am Samstag, 22. März, im Bad Arolser „Plückers“ (Welcome Hotel) die Gelegenheit. Um 19.30 Uhr geht’s los.(jk)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare