Lichtenfels: Stadt will Leerstand in den Ortskernen entgegenwirken

Kauf alter Häuser wird gefördert

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- Lichtenfels (md). Wer alte Häuser in Lichtenfels kauft, um darin zu wohnen, wird finanziell gefördert. Das hat das Parlament beschlossen, um die Ortskerne zu stärken.

Sie soll attraktiv und zukunftsorientiert bleiben, die dörflich strukturierte Stadt Lichtenfels. Viele Projekte werden seit Jahren gestemmt, um das zu erreichen – das Förderprogramm der Stadt zum Erwerb und zur Sanierung von Häusern in den Orts- und Siedlungskernen ist eines davon. Genügend gute Kindergärten, lange und flexible Betreuungszeiten, Schulen vor Ort, städtische Bauplätze, Einkaufsmöglichkeiten, Wirtschaftsförderung und damit die Sicherung von Arbeitsplätzen: Damit setzen sich Bürgermeister Uwe Steuber, Stadtverwaltung und Parlament dafür ein, dass Lichtenfels im Rennen, zukunftsfähig und attraktiv bleibt.

Ansprechend bleibt die Stadt, wenn in den Ortskernen Leben herrscht, nicht zu viele Häuser leer stehen. In Sachsenberg sind derzeit 17 Gebäude nicht bewohnt, in Goddelsheim zehn, erklärte Bürgermeister Uwe Steuber auf Nachfrage der WLZ-FZ. Das Förderprogramm soll dabei helfen, das zum Positiven zu verändern. Ein Zuschuss von 2000 Euro pro Jahr über maximal acht Jahre steht dem in Aussicht, der ein Haus in den Orts- und Siedlungskernen der Stadt kauft oder wieder nutzbar macht. Es muss Baujahr 1980 und älter sein und soll zu eigenen Wohnzwecken dienen oder gewerblich genutzt werden.

Auch wer ein altes Gebäude kauft, um es an gleicher Stelle durch einen Neubau zu ersetzen oder um dort einen Garten anzulegen, kann gefördert werden. Wer in dem Haus wohnen möchte und Kinder hat, für den kann sich die Förderung auf maximal 4000 Euro pro Jahr erhöhen. Der Zuschuss ist abhängig vom Einkommen. Die Einkünfte dürfen 30 000 Euro pro Jahr bei Alleinstehenden und 60 000 Euro bei Paaren nicht überschreiten, haben die Stadtverordneten festgesetzt. Bei einem Kauf gehört zu den sogenannten berücksichtigungsfähigen Kosten die Kaufsumme; wird das Gebäude wieder nutzbar gemacht, sind es die Investitionskosten.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Donnerstag, 22. Dezember

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