Büttenreden, Gesang und Tanz  begeistern Publikum

Tolles Programm beim Kolpingkarneval in Korbach  

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Die Frauengemeinschaft legte sich mächtig ins Zeug, denn alle wollten in den Himmel.

Gleich um die ganze Welt führte der Narrenzug beim 66. Kolpingkarneval in Korbach.

Im Haus der Gemeinde von St. Marien ging es am Samstagabend wieder hoch her. Zu Beginn zogen traditionell die Kolpingclowns ein und man sang „Heut' ist Karneval in Korbach St. Marien...“

Pilgerinnen zur Himmelpforte von der der Frauengemeinschaft klopften sodann bei Petra an und wollten alle alle in den Himmel, modern mittels gesammelter Bonuspunkte auf der Chipkarte.

Von geklauten Krümeln und einem Rausch nach reichlich Messwein berichtete Otto Schäfer als Kirchenmaus. Als Ghostwriter hatte sich Heinz Merl vergeblich im Rathaus, im Kreishaus und der Kirchengemeinde beworben, über Sozial Media machte er doch noch Karriere. Einmal um die Welt reisten die „Kolping Girls“ mit ihrer Gesangspantomime und Günther Schulz erzählte von seinem Job als Müllmann.

Polonäse zieht durch den Saal

Thomas Kegel stellte Hits von Udo Jürgens vor, darunter der neue Text „mit 66 Jahren, da pfeift es auf der Brust– mit 66 da vergeht dir die Lust.“ Nachwuchstalent Tobias Kegel machte sich super als Marionette beim Strippenzieher. Zwischendurch gab es Tanz- und Schunkelrunden, eine Polonäse zog durch den Saal, musikalisch super begleitet von Basti Jobst aus Unna. Dann konnten die bunt kostümierten Narren sich auch wieder auf die Sängerinnen konzentrieren, die vom Thermomix schwärmten und eine Zugabe geben mussten.

Scharfzüngig kam der Zeitungsbote Karl-Franz Niemann auf die Bühne. Auf den Punkt brachte er den Wilke-Fleischskandal, „von dem der Landrat nichts wusste.“ Es ging um Angela Merkel, die sich kürzlich in Afrika freute: lauter Schwarze sowie um Minister Scheuers Aussage: „Wir Politiker haben in 18 Monaten mehr erreicht als andere in einem Jahr.“

Besuch aus dem Vatikan

Ein besonderer Brief kam vom Kurienbotschafter aus dem Vatikan, dabei sorgten Horst Liebsch und Otto Schäfer für Lachsalven. Gelacht wurde natürlich auch über den Rheinischen Jung, seit 14 Jahren dargestellt von Manfred Rummel. Da wollte die amerikanische Regierung den Kölner Dom in Sankt-Donald-Kathedrale umbenannt haben, und die Bürgermeisterin meinte: „Alles klar, aber schicken Sie uns umgehend die Gebeine.“

Und bei einem großen Fest wurde die Frau vom rheinischen Jung von einem Betrunkenen begrüßt, der mit ihr früher mal Schluss gemacht hatte und seither jeden Tag betrunken ist. Boohaa, dass man das so lange feiern kann… Ein bisschen Wehmut kam auf beim Gedenken an den verstorbenen Karnevalisten Herbert Schattel, lange Jahre als „Doofe Nuss bei Kolping“ dabei.

Männerballett und großes Finale

Nach dem tollen Männerballett und dem großen Finale sangen alle „So ein Tag, so wunderschön wie heute...“. Der verging noch nicht so schnell, denn gemäß dem von den Moderatoren und Organisatoren Karl-Franz Niemann/Thomas Kegel verkündeten Motto „Wie es euch gefällt– im Narrenzug um die Welt“ wurde noch lange fröhlich gefeiert und getanzt.

Von Ursula Trautmann

Fotos vom Kolpingkarneval in Korbach

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