Korbach

Keine Angst vor gestreiften Brummern

- Korbach (lb). Vielen sind sie unangenehm, manche packt gar das blanke Entsetzen, wenn sie mit Biene, Hummel, Wespe und Co. zu tun haben.

Wenn Menschen im Sommer vor Kaffee und Kuchen sitzen und plötzlich hektisch mit den Armen fuchteln, dann sind nicht selten sie der Grund dafür: Wespen, die immer dann auftauchen, wenn man sich mal eine süße Leckerei gönnt. Dabei sind die schwarz und gelb gestreiften Hautflügler Nutztiere – und harmloser, als viele Menschen glauben. „Das Risiko gestochen zu werden, ist relativ gering, wenn man sie in Ruhe lässt“, erklärt Erich Heine, Insektenexperte und Gerätewart beim Eigenbetrieb Technische Dienste und Feuerwehr der Stadt Korbach. Ohnehin gibt es von 500 Wespenarten nur zwei, die den Menschen lästig werden können. Die friedliche „Mittlere Wespe“ steht, wie auch die Hornisse und die Hummel, sogar unter Naturschutz. Selbst Stiche der Insekten bleiben in der Regel ohne größere Folgen, sollten nur gut gekühlt werden, so Hein: „Ein Erwachsener kann bis zu 100 Stiche aushalten, ohne in eine lebensbedrohliche Situation zu kommen.“ Gefährlich wird es nur für Allergiker oder bei Stichen in die Luftröhre. Meist reicht eine telefonische Beratung. Nur wenn die Insekten eine konkrete Gefahr darstellen, rückt Heine mit seiner Spezialausrüstung aus: „Das ist der Fall, wenn Wespen ins Haus eindringen und Kinder, ältere Menschen oder Allergiker gefährdet sind.“ Der Einsatz kostet – je nach Arbeitsaufwand – rund 150 Euro, die Beratung ist kostenlos. Am Besten ist es aber, vorzubeugen: Der prüfende Blick auf das Stück Kuchen oder das Saftglas sollte obligatorisch sein. Eine halbe Zitrone mit Nelken bespickt oder Pfefferminzöl – das hält die Wespen auf Distanz. Der Eigenbetrieb ist unter Tel. 05631/5026112 zu erreichen.

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