Das Aus für die Tradition zwischen den Jahren?

Keine Kräppel für Korbach: Beliebte Aktion fällt in diesem Jahr aus

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Fleißige Kräppelbäcker in Heckers Gartenhütte (von links): Frank Hecker, Karsten Balk, Marion Vahl, Karsten Hehr, Andreas Slupina, Gunter Arnold, Manuel Bartel und Erich Wiesemann. Es fehlt Gerfried Werner.

Mit rund 10.000 Kräppel haben die Brüder Hecker und ihre Helfer im vergangenen Jahr die Korbacher versorgt. Doch diesmal fällt die beliebte Aktion zwischen den Jahren aus.

Alle Jahre wieder backen die Brüder Walter und Frank Hecker aus Korbach im Akkord Kräppel. Die süßen Köstlichkeiten gibt es immer „zwischen den Jahren“ am 28. und 29. Dezember. Der komplette Erlös ging in den vergangenen Jahren an die Kinderkrebshilfe und die Korbacher Tafel.

Doch in diesem Jahr fällt die Aktion aus. "Aus gesundheitlichen Gründen", sagt Frank Hecker. Gleich fünf Helfer auf einmal hätten abgesagt. 

Doch ohne die Ehrenamtlichen ist das Kräppelbacken nicht zu stemmen, der Arbeitsaufwand ist immens: Um den Hunger der Korbacher auf Süßes zu stillen, werden schon Stunden vor dem ersten Ansturm am frühen Morgen die Hefeteigballen im heißen Fett gegart. In mehreren Schichten lösen sich die Helfer ab.

Steht damit das Kräppelbacken vor dem Aus? Schon 2017 hatte Frank Hecker angekündigt, sich zurückzuziehen - doch weil sich neue Helfer fanden und viele Menschen ihn ansprachen, die Aktion nicht sterben zu lassen, machte er weiter.

Vor 14 Jahren gab es erstmals Kräppel für den guten Zweck: Die Idee, die Korbacher mit frischen, gefüllten Kräppel auf Silvester einzustimmen, ist zwar schon vier Jahre älter, doch 2005 haben die Brüder Frank und Walter Hecker zum ersten Mal eine Spendendose in ihrer Gartenhütte – der Produktionsstätte für die gezuckerten Leckereien – aufgestellt und Geld für einen guten Zweck gesammelt.

Frank Hecker bedauert es sehr, dass die Aktion diesmal ausfällt. Doch er verspricht: "Wir werden alles tun, damit es 2020 wieder Kräppel zwischen den Jahren gibt." 

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