100 Jahre Arbeiterwohlfahrt

Bei der AWO kennen und lieben gelernt: Heidi und Hugo Stoffels aus Korbach 

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Heidi und Hugo Stoffels aus Korbach bringen sich ganz nach ihren Interessen und Fähigkeiten ehrenamtlich bei der AWO ein.

Korbach – Sie haben sich bei der AWO kennen und lieben gelernt: Heidi und Hugo Stoffels aus Korbach engagieren sich bei der Arbeiterwohlfahrt, die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Über den Verein hat das Paar zueinandergefunden. Und er schlägt für beide eine Brücke zwischen ihrer alten und neuen Heimat.

In Düsseldorf fing alles an: Im Jahr 2001 treffen sie sich zufällig an Weiberfastnacht bei der AWO. „Ich war nur dort, weil das Prinzenpaar kommen sollte“, erinnert sich die jetzt 77-jährige Heidi Stoffels, die damals noch nicht Mitglied ist. Dann sieht sie diesen musikalischen Mann, einen Düsseldorfer Jeck, und fragt: „Wer ist das?“

„Wir zogen weiter und tanzten den ersten Tanz zusammen. Da wussten wir sofort, dass wir zusammen bleiben“, sagt Heidi Stoffels. Ein Jahr später heiraten sie. Die Liebe ist so stark, dass Hugo Stoffels die Karnevalshochburg verlässt und mit ihr nach Korbach zieht. In die Kleinstadt, in der sie aufgewachsen ist. „Ich war bei einem Klassentreffen in Korbach dabei und es gefiel mir so gut“, sagt Hugo Stoffels. Seinen Ruhestand will er ohnehin fernab der Großstadt verbringen. Als Messestandgestalter war Hugo Stoffels viel unterwegs und möchte nun eher im ländlichen Raum leben. Auch Heidi Stoffels lässt einen Lebensabschnitt hinter sich und verlässt den Ort, an dem sie 25 Jahre lang eine eigene Gaststätte betrieben hat.

Nicht zuletzt durch den Ortsverband der AWO fühlt sich das Paar rasch wohl in Korbach. Ein Stück Heimat haben sie hierher gebracht. So feiern sie auch im Verein gerne Karneval in geselliger Runde. Hugo Stoffels ist dann Quizmaster, Showmaster, Büttenredner. Der 82-Jährige singt und sorgt für Stimmung, sagt er. Die „Fünfte Jahreszeit“ will er nicht missen, weshalb das Paar auch in Korbach Karneval feiert, wenn auch in viel kleinerem Rahmen als am Rhein. „Wenn man damit groß geworden ist, steckt das in einem drin.“

So steht das Gesellige bei den monatlichen Treffen der AWO im Vordergrund. Aber auch Informatives komme nicht zu kurz. Interessante Vorträge zum Beispiel über Historisches oder Tipps der Polizei für den Alltag zählen zu den Angeboten. Das Ehepaar Stoffels hilft stets gerne bei den Planungen und Vorbereitungen. Heidi Stoffels war vier Jahre lang stellvertretende Vorsitzende und ist noch immer als Kassenprüferin ehrenamtlich tätig. Ihr Mann ist nicht nur Unterhalter, sondern er nimmt beispielsweise auch als Delegierter für Korbach bei den Kreisversammlungen teil.

Die sozialen Intentionen seien es nach wie vor, die die Arbeiterwohlfahrt ausmachen. Zwar fehle es an jungen Mitgliedern, merkt das Ehepaar an. Doch so manche, wenn auch ältere, stoßen neu hinzu. So zum Beispiel Alleinstehende, die bei der AWO andere Menschen treffen. Heidi Stoffels: „Hier werden neue Freundschaften geschlossen.“

Der Bundesverband hat eine Ausstellung entwickelt, die die sozialreformerische Arbeit der AWO dokumentiert. Diese wird anlässlich des 100-Jährigen am Samstag, 17. August, um 14 Uhr im Bürgerhaus in Bad Arolsen und am 24. August um 10 Uhr im Bürgerhaus in Korbach eröffnet. Die Ausstellung wird dort jeweils eine bzw. zwei Wochen lang zu sehen sein.

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