13. Sponsorenlauf im Korbacher Stadtpark mit 38 Teilnehmern

„Kilometergeld“ für das Frauenhaus

Korbach - Mit seiner klaren Botschaft gegen häusliche Gewalt ist der Sponsorenlauf für das Frauenhaus in Bad Wildungen weit mehr als nur eine Sportveranstaltung.

Zahlreiche Sportlerinnen und Sportler hatten sich in diesem Jahr schon vorab angemeldet und Sponsoren ihre Unterstützung zugesichert, nachdem die Vorjahresveranstaltung buchstäblich ins Wasser gefallen war. Diesmal herrschte nicht nur traumhaftes Wetter, sondern auch ein entsprechender Andrang im Korbacher Stadtpark. Mit Sportshirts, Leggins und Laufschuhen ausgerüstet, fanden sich große und kleine Läufer ein, um den vom Frauenbüro in Kooperation mit dem Verein „Frauen helfen Frauen“, dem Fachdienst Sport und der Stadt Korbach ausgerichteten 13. Sponsorenlauf zu unterstützen. Mit je 55 Runden schafften Sandra Ricke und Rainer Bettermann die längste Strecke. Bei den Kindern und Jugendlichen lagen Julia Jäger (16 Jahre, 29 Runden), Max Diegel (10 Jahre, 21 Runden), Jakob Reuter (6 Jahre, 20 Runden) und Clara Deutschendorf (4 Jahre, 10 Runden) vorne. Begeistert zeigten sich die Organisatorinnen von den Spenden, die noch vor den ersten gelaufenen Metern die Kasse füllten. So unterstützte die Sparkasse Waldeck-Frankenberg den Lauf mit 500 Euro und die Soroptimistinnen Korbach mit 300 Euro, während die Energie Waldeck-Frankenberg sich mit fünf Euro pro gelaufener Runde einbrachte. Die Waldecker Bank und weitere heimische Firmen hatten Sachpreise gestiftet. Insgesamt kam so ein Erlös von 5321,48 Euro zusammen.Während sich die Läufer aufwärmten, erklärte die Frauenbeauftragte des Landkreises, Beate Friedrich, die Hintergründe der Veranstaltung. Mit dem „Kilometergeld“ wolle man zum einen die Arbeit des Frauenhauses unterstützen, aber ebenso generell auf die Situation betroffener Frauen aufmerksam machen, sagte Friedrich. Seit der Eröffnung des Hauses in Bad Wildungen hätten dort mehr als 2000 Frauen Hilfe und Unterstützung erfahren. Dass der Betrieb durch die Umstellung auf die Kreisumlage seit vergangenem Jahr auf gesicherten Füßen steht, war auch Organisatorin Gundula Schmieding ein ausdrückliches Dankeschön an die Verantwortlichen wert. Nach umfassender Sanierung habe das Frauenhaus zum April wieder den „Regelbetrieb“ aufgenommen. Die Einrichtung sei somit gut für die nächsten Jahre aufgestellt, befand Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf und dankte den Vereinsfrauen für ihr Engagement. Vor dem Startschuss schloss sich Stadtrat Bernd Kramer den anerkennenden Worten an.

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