Elisabeth Tänzler neue Kinderreferentin in Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde

Mit Kindern Gott besser kennenlernen

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Elisabeth Tänzler ist die neue Kinder- und Jugendreferentin der Baptisten-Gemeinde in Korbach.

Korbach - Sie will ihren Glauben weitergeben, will Kinder und Jugendliche begeistern und ihnen Raum in der Gemeinde geben: Seit Januar ist Elisabeth Tänzler die neue Kinder- und Jugendreferentin der Baptistengemeinde.

Als Elisabeth Tänzler die Stellenanzeige der Baptistengemeinde in Korbach las, da wusste sie: „Das ist die Arbeit, die ich machen möchte“. Die 24-Jährige hatte bereits viele Erfahrungen gesammelt in der Gemeindearbeit mit Kindern und Jugendlichen und befand sich gerade in ihrer Ausbildung an der biblisch-theologischen Akademie Wiedenest.

„Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen“, erzählt sie, „aber irgendwann wollte ich mehr als nur die Zugehörigkeit zu einer Kirche“. Damals knüpfte sie Kontakt zu einer Baptistengemeinde in ihrer Heimat in Weinheim an der Bergstraße. „Und ich hatte den Wunsch, meinen Glauben qualifiziert weiterzugeben“. Nach ihrem Abitur überlegte Elisabeth Tänzler noch, Medizin zu studieren, entschloss sich dann aber für eine Ausbildung zur Gemeindereferentin in der Akademie - den Schwerpunkt ihrer Arbeit legte sie auf die Kinder.

Gaben und Grenzen

„Es ist schön, mit Kindern Zeit zu verbringen“, sagt sie, „denn dabei geht es auch immer darum, Bezugsperson zu sein“. Und diese Bezugsperson will sie nun für die Kinder und Jugendlichen der baptistischen Gemeinde in Korbach sein. Denn sie bekam die halbe Stelle, auf die sie sich damals bewarb. Nach einem Jahrespraktikum in der Gemeinde begann sie im Januar mit ihrer neuen Aufgabe. Sie sei nicht der „Event-Typ“, sagt sie. Vielmehr sei es die Vielseitigkeit ihres Berufes, die sie reize - inklusive Schreibtischarbeit.

„Ich möchte den Kindern die Möglichkeit geben, Gott besser kennenzulernen“, sagt sie. Nicht Vermittler will sie sein, sondern Vorbild. Zu Hause und angenommen sollen sich Kinder und Jugendliche in der Gemeinde fühlen. „Ich möchte ihnen Werte mitgeben, die Bestand haben“, sagt die neue Jugendreferentin. Ihre Gaben und Grenzen sollen die Kinder und Jugendlichen erfahren. Und so liegt ein Schwerpunkt ihrer Arbeit auch darin, Jugendliche als Mitarbeiter auszubilden. Und wie reagiert sie auf Jugendliche, die mit Gemeinde nichts am Hut haben wollen? „Ich will den Fragen der Jugendlichen zuhören“, sagt sie, „sie dürfen hier ganz sie selbst sein“.

Und so schneidet sie ihre Angebote auch auf Kinder und Jugendliche zu, sowohl in der Korbacher als auch in der Wal-decker Gemeinde. Das gilt für eine Wohnwoche in den Sommerferien, in denen die Jugendlichen ihren Lebensmittelpunkt ins Gemeindehaus verlegen, für Ausflüge in die Region, Mitarbeiterfreizeiten, Pfadfinderaktionen, Kindergottesdienst, Kindertreff oder die Jugendgruppe.

Was sie sich für die Zukunft wünscht? „Vielleicht, dass die Jugendlichen noch mehr die Gemeinde gestalten“, sagt Elisabeth Tänzler und denkt an Gottesdienste, die Jugendliche für die Gemeinde anbieten, „sie sollen ihren eigenen Glaubensstil einbringen können.“

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