Korbach

Kinderuni: Wenn es qualmt, brodelt und stinkt

- Korbach. Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – aber warum eigentlich? In der letzten Vorlesung der Kinderuni in diesem Jahr haben sich die Mädchen und Jungen am Mittwoch auf die Spur des Feuers begeben.

Ganz klar: „Das mit den Luftballons“, das hat Finn Steuber am Besten gefallen. Da ist sich der neunjährige Korbacher mit rund 400 Kindern in der Stadthalle einig. Als Professor Dr. Holger Wöhrmann mit Wasserstoff gefüllte Luftballons zur Explosion bringt, johlen die Mädchen und Jungen wie Fußballfans, deren Mannschaft geraten den Titel heimgeholt hat. Nicht das einzige Mal, dass sich der emeritierte Naturwissenschaftler von der Uni Kassel Szenenapplaus sichert, assistiert von seiner Frau Professor Dr. Angela Wöhrmann und Dr. Jürgen Übach: Wöhrmann lässt es brodeln, qualmen und stinken, löst eine Feuerfontäne aus, flambiert eine Kartoffel und schafft es sogar, dass es zum Schluss dicke weiße Flocken in der Stadthalle schneit. Doch der Chemiker, passend zur Adventszeit im Weihnachtsmannkostüm, setzt nicht nur auf den Knalleffekt: Er liefert auch gleich die Erklärung mit. Zum Besipiel, das Kerzen zum Brennen immer drei Bestandteile brauchen: Einen organischen Brennstoff wie Wachs oder Paraffin, Sauerstoff und Energie in form von Wärme. Und was passiert, wenn man nur einen von ihnen wegnimmt? „Tschüss, Feuer!“, rufen die Kinder. Der Professor beweist es und gibt Kohlendioxid in einen Behälter mit brennenden Kerzen, die auf den Stufen einer kleinen Treppe drapiert sind. Das Gas verdrängt den Sauerstoff, die Flammen verlöschen nach und nach, je höher das Kohlendioxid steigt. (lb)

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ am Donnerstag, 2. Dezember 2010.

702591

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare