Korbach

Kirche bleibt geschlossen

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- Korbach (resa). Rund 15 000 Euro jährlich muss der Katholische Pastoralverbund Korbach sparen. Das liegt vor allem am demographischen Wandel. Deswegen schließt die Katholische Gemeinde die Kirche St. Josef ab sofort bis zum Frühling.

Das Geld wird knapper. Das gilt für Kommunen ebenso wie für Kirchen – ob evangelisch oder katholisch. „Jetzt bekommt auch die katholische Kirchengemeinde St. Marien die Folgen des demographischen Wandels zu spüren“, stellte Dechant Gisbert Wisse gestern fest. 14 000 Mitglieder verliere das Erzbistum Paderborn jedes Jahr, die Tendenz sei steigend. Und auch im Pastoralverbund Korbach, wozu auch Willingen und Adorf gehören, sinken die Kirchengliederzahlen. 1000 Menschen weniger als noch vor zehn Jahren gehören der Gemeinde heute an.

Und weil das auch das Erzbistum Paderborn weiß, überprüft es seine Zuweisungen für einzelnen Gemeinden regelmäßig. Mitte des vergangenen Jahres stellte sich daran heraus: Weil in Korbach, Adorf und Willingen weniger Katholiken als zuvor gemeldet waren, änderte sich die Bemessungsgrundlage. Paderborn schickt also weniger Geld nach Korbach.

Das sei eine ganz neue Situation für die Gemeinde, denn bisher habe das Geld meistens gereicht. Die Korbacher haben reagiert und einen Sparplan entworfen. „Also sparen wir, wo wir es verschmerzen können“, sagt Wisse. Und so schließt die Gemeinde die Kirche St. Josef künftig in den Wintermonaten. „Weihnachtsgottesdienste finden natürlich weiterhin in allen Kirchen statt“, sagt er.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom freitag, 21. Januar.

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