Assistenten sollen Pfarrer bei Verwaltungsarbeit entlasten

Kirchenkreis Twiste-Eisenberg: Weiterer Abbau von Pfarrstellen bis 2025 absehbar

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Bauarbeiten am Turm der Korbacher Kilianskirche: Für die Renovierung der Gotteshäuser im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg steht weniger Geld zur Verfügung.

Korbach. Der Kirchenkreis Twiste-Eisenberg wird in den kommenden Jahren weitere Pfarrstellen verlieren. Gleichzeitig sollen die Pfarrer künftig durch Assistenzstellen in der Verwaltung unterstützt werden, eine Arbeitszeitregelung soll sie zudem vor Überlastung schützen.

Derzeit sind noch 26,5 Pfarrstellen im Plan. „Klar ist, dass wir diese Zahl bis 2025 auch wieder reduzieren müssen“, erklärte Dekanin Eva Brinke-Kriebel am Samstag in der Synode des Kirchenkreises – sozusagen dem Parlament, in dem die Gemeinden vertreten sind. Den entsprechenden Pfarrstellenplan wird die Kreissynode im kommenden Jahr verabschieden. Brinke-Kriebel: „Das wird nicht leicht sein, ich hoffe auf ein gutes und konstruktives Miteinander.“

Die Pfarrer werden weniger, die Kirchenmitglieder auch, aber die Fläche bleibt. „Wir werden mehr und mehr in pfarramtlichen Teams arbeiten müssen, dazu haben wir ja auch die sechs Kooperationsräume gegründet“, sagte Brinke Kriebel. Darin sind mehrere Gemeinden zusammengefasst.

Die Pfarrämter in diesen Kooperationsräumen bekommen künftig Unterstützung: „Es sollen Assistenzstellen für die Verwaltungsarbeit eingerichtet werden“, sagte die Dekanin. Für insgesamt 2,25 Stellen hat der Kirchenkreis bereits Mittel im Doppelhaushalt von der Landeskirche zugewiesen bekommen.

Die Aufgaben in der Pfarrstelle sollen darüber hinaus künftig in einer Dienstbeschreibung festgehalten werden. Ziel sei, die Arbeitszeit von Pfarrerinnen und Pfarrern auf durchschnittlich 48 Wochenstunden festzulegen, damit „Menschen im Pfarramt gut, gerne und wohlbehalten ihren Dienst tun können“, so Brinke-Kriebel.

In diesem Jahr greifen die in den Vorjahren beschlossenen Veränderungen in der Gemeindestruktur: Aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Bad Arolsen, Helsen und Wetterburg wurde die Martin-Luther-Gemeinde Bad Arolsen gebildet. Zur neuen Gemeinde Walme-Werbetal gehören Höringhausen, Meineringhausen und Strothe. Veränderungen gibt es auch im früheren Kirchspiel Vasbeck: Vasbeck selbst zählt nun zur Kirchengemeinde Diemelsee, Massenhausen zur Martin-Luther-Gemeinde Bad Arolsen und Gembeck zu Oberes Twistetal-Helmscheid.

Genauer rechnen muss der Kirchenkreis künftig bei der Renovierung von Kirchen. Um die Mittel gezielter einzusetzen und die Kosten für den Bauerhalt zu dämpfen, werden die 72 Kirchen im Kirchenkreis in drei Kategorien eingeteilt: Drei Kirchen haben überregionale Bedeutung, 26 eine regionale und 43 eine lokale. „Eine vollumfängliche bauliche Unterhaltung wird künftig in den regionalen und lokalen Kirchen nicht mehr gewährleistet sein“, sagte Brinke-Kriebel. Der für diese Gotteshäuser angedachte Renovierungsumfang sei aber noch gut vertretbar. Bei den lokalen Kirchen wird laut Landeskirche der Schwerpunkt auf dem Substanzerhalt liegen.

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