Korbach

Klasse sucht sich Patenkind aus Togo

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- Korbach (den). Selbstgemachte Waffeln, Muffins und Getränke verkauften Realschüler am Montag in der Sporthalle. Der Grund war ein ganz und gar uneigennütziger: Die Neuntklässler finanzieren damit eine Patenschaft.

Noch weiß keiner der 27 engagierten Schüler, wie das Patenkind aus Togo aussehen wird, welche Geschichte es hat und woran es ihm besonders mangelt. Doch mit dem Startschuss zur Finanzierung zeigen die Schüler der 9aR bereits, dass sie es ernst meinen. 25 Euro kostet die Klassenpatenschaft bei „Plan International“ pro Monat. Mit Aktionen wie der in der Halle soll die Finanzierung gestemmt werden. „Wir werden alle vier Wochen einiges umsetzen“, freut sich Schüler Christoph Fingerhut auf die kommenden Monate.

Im Rahmen des Erdkundeunterrichts hatten die Schüler durch ihre Lehrerin Susanne Viehmann-Ruf von dem Thema Patenschaften erfahren. „Wir fanden das alle sehr interessant“, erinnert sich Schülerin Jana Kollo an die zarten Anfänge. Schnell stand fest: Wir übernehmen die Finanzierung für ein Kind. Die Aktion fügt sich ein in die Zertifizierung der LPS als „Humanitäre Schule“, die vom Jugendrotkreuz organisiert wird. Um das Ziel zu erreichen, soll im kommenden Jahr ein Planspiel durchgeführt werden.

Anderthalb Jahre bleiben den Schülern noch, um bis zu ihrem Abschluss genügend Geld zu sammeln. Egal wie erfolgreich die monatlichen Aktionen, die von den Eltern unterstützt werden, auch verlaufen werden: „Wir werden die Patenschaft weiterführen, bis das Kind 18 Jahre alt ist“, verspricht Lehrerin Viehmann-Ruf.

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