Erster Hausmusikabend an der Adorfer Mittelpunktschule

Klassik, Swing und Weihnachtliches

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Die extra für den Hausmusikabend gegründete „Swing-Combo“ der Mittelpunktschule mit Musiklehrer Franz Zepperitz, Rektor Jürgen Wohlfart, Susanne Schiefel und Markus Bracht.

Diemelsee-Adorf - Die Aula war am Dienstag beim ersten Hausmusikabend der Mittelpunktschule voll besetzt - er könnte zur Tradition werden.

Vom Weihnachtsklassiker „Jingle Bells“ bis zum Swing-Stück „Fly me to the moon“ reichte die Bandbreite des zweistündigen Programms, das Schüler, Lehrer und Ehemalige mit Instrumenten und Gesang gestalteten. Eigentlich sollte der Abend als Abschluss des Jubiläumsreigens schon im Oktober stattfinden - an dem Tag, an dem der Neubau am Dansenberg übergeben wurde. Doch er passe atmosphärisch auch gut in die Weihnachtszeit, sagte Rektor Jürgen Wohlfart zu Beginn. Er wünschte allen einen „wunderschönen Abend“. Die Aula war mit einem Weihnachtsbaum und Kerzen geschmückt.

Das vielfältige Programm eröffnete Paul Knoop aus der Klasse 2a mit drei Weihnachtsliedern, die er auf dem Bechstein-Flügel spielte. Auch Michael Tierre aus der 2a bot drei Stücke zum Advent. Die „Ode an die Freude“ intonierten Michael Schlüter aus V8a und Jannik Krauß aus der 2b auf der Trompete, bevor sie ebenfalls Weihnachtliches folgen ließen.

Ein modernes Stück und eine „Mazurka“ spielten die Geigerin Tanja Schlüter und Konrektorin Eva-Maria Trilling am Flügel. Dann griff Trilling zur Querflöte, um das bekannte „Memory“ aus Andrew Lloyd Webbers Musical „Cats“ zu interpretieren, Kathrin Hollstein-Hamel begleitete sie am Flügel. Die Querflöte stand auch beim folgenden Auftritt im Mittelpunkt: Das Duo aus Kathrin Hollstein-Hamel und Eva-Maria Trilling präsentierte drei Stücke aus zwei verschiedenen Musikepochen.

Im zweiten Teil holten die beiden Lehrerinnen auch die ehemalige Schülerin Franziska Witsch hinzu, das Trio überzeugte mit „Vette Fingers“ des niederländischen Flötisten Pip van Steen, einer Sonate des Barock-Komponisten Joseph Bodin de Boismortier und einem klassischen Ballettstück.

„Swing-Combo“ begeistert

Für Stimmung sorgte die für den Abend gegründete „Swing-Combo“ der Schule mit Musiklehrer Franz Zepperitz am Keyboard, Jürgen Wohlfart am Schlagzeug, Sängerin Susanne Schiefel und Sänger und Trompeter Markus Bracht. In der Pause servierte der Elternbeirat einen Imbiss und Getränke.

Den zweiten Teil des Abends eröffnete der Trompeter Michael Schlüter mit der Melodie „Raiders March“ aus dem Filmklassiker „Jäger des verlorenen Schatzes“. Auch Sängerin Sonja Frese hatte drei moderne Stücke ausgewählt: „In Dreams“ aus der Film-Trilogie „Herr der Ringe“, Leonard Cohens „Hallelujah“ und den Frank-Sinatra-Klassiker „My Way“. Annika Stellhorn begleitete sie am Keyboard.

Querflötistin Trilling und Franz Zepperitz am Flügel ließen den „ungarischen Tanz“ des sächsischen Komponisten Wilhelm Popp folgen. Ludwig van Beethovens bekanntes Stück „Für Elise“ ließ Miriam Bornemann am Flügel erklingen.

Donnernden Applaus erhielten Ingrid Brandt, Almut Schmidt und Siglinde Sude für ihr sechshändiges Klavierspiel - so etwas ist nicht oft zu hören. Johann Sebastian Bachs bedächtiges „Ave Maria“ intonierte Kathrin Hollstein-Hamel auf der Querflöte, begleitet von Miriam Bornemann am Flügel.

Das Adventslied „Zünd ein Licht an“ von Kurt Mikula sangen Emil und Ernestina Kosmann zum Schluss, begleitet von ihrer Schwester Regina Kosmann am Flügel. Rektor Wohlfart bezog das Lied auch auf die Trauer um die gestern beerdigte Lehramtsstudentin Tugce Albayrak, die offenbar zwei Mädchen geholfen hatte und niedergeschlagen worden war.

Alle Akteure erhielten neben viel Applaus des Publikums ein kleines Präsent der Schule. Nach dem Programm bestand noch die Möglichkeit, in gemütlicher Runde beisammenzubleiben.

Wohlfart freute sich über den stimmungsvollen Hausmusikabend. Sein Fazit: „Wir können stolz sein auf unsere Schule“ - der nächste Abend dürfte nach der erfolgreichen Premiere folgen. Schmunzelnd kündigte der Rektor an, er wolle auch den in 50 Jahren noch besuchen.

Von Dr. Karl Schilling

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