Vasbeck

Für kleine Leute bleibt eine große Gruppe

+

- Diemelsee-Vasbeck (nv). Die Spekulationen um die Schließung des Vasbecker Kindergartens „Sinai“ reißen nicht ab. Eltern, Kommune und Kirche präsentieren ein gemeinsam 
erarbeitetes Konzept, das die Betreuung der kleinen Leute in Zukunft sichert.

Sicherung – dieser Begriff spielt in der Diskussion um den Kindergarten Vasbeck eine entscheidende Rolle: Während die Eltern zugunsten ihrer Kinder eine wohnortnahe und aus ihrer Sicht qualitativ hochwertige Betreuung im evangelischen Kindergarten erhalten wollen (WLZ, 20. November 2010), müssen die Gemeindevertreter im Zuge der Haushaltssicherung sparen.

Im Herbst verabschiedeten sie daher fraktionsübergreifend ein gemeinsam geschnürtes 21-Punkte-Sparpaket, das auch die Schließung einer der beiden Kindergartengruppen in Vasbeck enthält (WLZ, 30. Oktober 2010). Der kleine Abschnitt im 
Haushaltssicherungskonzept bereitete den Eltern seitdem große Sorge. Bei der Schließung der Heinzelmännchen- oder Monstergruppe befürchteten sie zum Beispiel die Umverteilung der Kinder auf andere Orte und einen Wechsel der Trägerschaft.

Um die Interessen ihrer Kinder zu vertreten, forderten die Elternvertreterinnen Nadja Meier (Vasbeck), Irmhild Tonn und Daniela Krummel (beide Wirmighausen) sowie Angelika 
Kleinschnittger (Giershagen) ein 
klärendes Gespräch mit Kommune und Kirche. „Zunächst hat sich seitens der Gemeinde nicht viel getan, aber die SPD-Fraktion hat uns eingeladen“, erinnert sich Irmhild Tonn.

Im Dezember schließt sich ein erstes Gespräch mit Bürgermeister Volker Becker an. „Dabei haben wir unsere Bedenken und unsere Unsicherheit noch einmal deutlich gemacht.“ Überall in Diemelsee sei über die Schließung des Kindergartens spekuliert worden, erläutert die Wirmighäuserin. „Diese hat der Bürgermeister aber sofort abgelehnt.“ „Bei allen Entscheidungen war immer der Erhalt des Kindergartens wichtig“, bestätigt Becker auf WLZ-Anfrage.

„Die Kinder, die wir haben, sind unsere Zukunft und ihre Förderung muss uns etwas wert sein.“ Dass die Kindergärten dennoch in das Konsolidierungskonzept einbezogen wurden, 
ist auf die rückläufigen Kinderzahlen zurückzuführen. „40 Kinder wie bisher kommen künftig nicht mehr zusammen“, ist Irmhild Tonn realistisch. „Gerade in den Stammorten Vasbeck, Wirmighausen und Gembeck gibt es nicht mehr so viele Kinder.“ Bei zahlreichen Gesprächen zwischen Eltern, Kommune und Kirche entwickelten alle Beteiligten laut Tonn gemeinsam ein Zukunftskonzept: Die Schließung einer der beiden Gruppen ist nicht abzuwenden. Statt 
einer Gruppe mit 20 Kindern soll es in Vasbeck aber künftig eine große Gruppe für 25 kleine Leute geben.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 16. April.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare