Korbach

Kleinere Kirche und weniger Kirchenkreise

- Korbach (den). Die Zeiten für die Kirche waren schon einmal ruhiger. Wie umgehen mit einer kleiner werdenden Gemeinde, wenn die Aufgaben größer werden? Die Frühjahrssynode sollte Antworten liefern.

Viel Applaus bekam Bernd Böttner im Anschluss an den offiziellen Teil. Es ist die letzte Frühjahrssynode des Korbacher Dekans; Mitte diesen Jahres wechselt er als Probst nach Hanau. So lag auch etwas Wehmut in der Luft, als Böttner die Entwicklung im Kirchenkreis analysierte. „Ich habe den Bericht bewusst in diesem Jahr etwas weiter gefasst“, erklärte der Geistliche und schaute auf seine 13-jährige Arbeit im Kirchenkreis zurück. Am 18. Juli feiert er in der Kilianskirche seinen letzten Gottesdienst in Korbach. 108 Beerdigungen mehr In der Vergangenheit habe er sich stets darum bemüht, „Entwicklungen wahrzunehmen und Herausforderungen anzunehmen“. Er machte aber klar: „Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen: Wir werden kleiner.“ Während sich die Zahl der Taufen mit 259 im Vergleich zu 1980 kaum verändert hat, stiegen die Beerdigungen im Kirchenkreis von 332 auf 440.„Schmerzhafte, aber unvermeidbare Anpassungen“ seien deshalb auch künftig nötig. Bis 2017 streicht der Kirchenkreis 2,5 Pfarrstellen. Nach Ansicht des Dekans führt die Regelung der Landeskirche, dass ein Kirchenkreis mindestens 25 Pfarrer beschäftigen muss, dazu, dass im Landkreis statt vier nur zwei Kirchenkreise weiter existieren werden. In einem halben Jahr sollen die Möglichkeiten mithilfe eines neutralen Moderators ausgelotet werden.

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