Kreis und Gemeinde Diemelsee geben 40000 Euro für Kloster Flechtdorf

Klosterforum fast vollendet

Begutachten die Klosterbaustelle (v. l.): Bernd Rhodius, Susanne Paulus, Volker Becker, Helmut Walter, Uwe Lutz-Scholten und Jens Deutschendorf.Foto: Wilhelm Figge

Diemelsee-Flechtdorf - Bald soll das Klosterforum in Flechtdorf fertig sein und als mietbarer Veranstaltungsraum in romanischem Ambiente zur Verfügung stehen.

Für die Arbeiten hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg im vergangenen Jahr 25000 Euro bereitgestellt, die Gemeinde Diemelsee 15000 Euro. Damit leisteten sie ihren Beitrag zur Kofinanzierung der Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE): Zu diesen für die Sanierung bereitgestellten 180000 Euro muss der Förderverein des Klosters die gleiche Summe beisteuern.

Der Verein selbst hat im Vorjahr 17000 Euro gesammelt - von Groß- und Kleinspendern: „Ganz verschiedene Teile der Bevölkerung tragen unsere Arbeit“, erklärt Kassierer Uwe Lutz-Scholten. Der Vorsitzende Helmut Walter präsentiert, wofür der Verein das Geld verwendet hat: Das Klosterforum hat einen neuen Fußboden, Mauerwerk und Schornstein sind saniert und das geplante Trauzimmer im ersten Stock hat einen Dielenboden erhalten. Die Arbeiten an Elektrik und Toiletten sind „zu 90 Prozent abgeschlossen“, im Nebengebäude wurde ein Heizungsraum eingerichtet - nur die Heizkörper im Kulturforum müssen noch montiert werden. Zum Start fehlen dann nur noch Möbel und Eingangsrampe. Einiges, wie etwa die Küche, hat der Verein aus Kostengründen hinten an gestellt.

„Wir werden nicht eines Tages sagen, dass wir fertig sind“, blickt Walter auf weitere Arbeiten am Kloster voraus, „es geht immer weiter.“ Arbeiten am Dachstuhl seien etwa ein herausforderndes langfristiges Projekt. Auch der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf sieht den Verein mit einer Daueraufgabe konfrontiert. Er versichert wie auch Bürgermeister Volker Becker weitere Unterstützung: „Wir wollen das Juwel weiter schleifen“, so der Rathauschef. Dass diese Unterstützung nicht selbstverständlich sei, erklärt Susanne Paulus, Leiterin des Fachdienstes Bauen in Korbach: „Diese freiwillige Leistung haben viele Kreise bereits eingestampft.“

Diese Investition werde sich wegen des großen Interesses auszahlen, sagt Helmut Walter: „Sobald im Sommer die Türen offen stehen, sind die Leute da.“ So berichtet er davon, wie Arbeitseinsätze zu spontanen Führungen für Passanten werden. Auch für das „Klosterforum“ gebe es schon Anfragen - bereits für Anfang Februar, wenn die Kleinarbeiten abgeschlossen sind.(wf)

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