Korbach

„Kommissar Zufall“ klärt Unfallflucht

- Korbach (r). Eine Verkehrsunfallflucht am späten Donnerstagabend um 23.15 Uhr in Korbach konnte dank der Mithilfe von „Kommissar Zufall“ schnell geklärt werden.

Der Unfallverursacher befuhr die Straße Im Sack von der Lengefelder Straße in Richtung Violinenstraße. Auf winterglatter Fahrbahn kam er mit seinem Wagen nach rechts von der Straße ab und prallte gegen eine Hauswand und ein geparktes Auto. Der Unglücksfahrer kümmerte sich aber nicht um den entstandenen Schaden, sondern fuhr von dannen. Ein Zeuge konnte gerade noch erkennen, dass es sich bei dem flüchtenden Personenwagen um einen silbernen VW mit Korbacher Kennzeichen handelte. Bei der Aufklärung des Unfalls kam den Korbacher Polizeibeamten „Kommissar Zufall“ zu Hilfe. Sie wurden kurze Zeit später zu einer Familienstreitigkeit in die Waldmannsbreite gerufen. Der 13-jährige Sohn hatte die Polizei verständigt, weil der getrennt lebende Vater plötzlich in der Wohnung erschienen war und Streit bevorstand. Der stark alkoholisierte 36-jährige Marsberger wurde vorsorglich zur Polizeistation gebracht und sollte dort von seiner Mutter abgeholt werden. Er hatte ein Schlüsselbund mit VW-Fahrzeugschlüsseln in der Tasche, konnte jedoch aufgrund seiner Alkoholisierung keine Angaben zu einem Pkw machen. Als die Mutter ihren volltrunkenen Sohn abholen wollte, ergaben sich Hinweise auf einen silbernen VW, den der in Kasachstan geborene Marsberger einige Tage zuvor in Korbach gekauft und noch nicht umgemeldet hatte. Der Wagen wurde in der Waldmannsbreite stark unfallbeschädigt aufgefunden werden. Zweifelsfrei, so die Polizei, handelte es sich um das Auto des vorangegangenen Unfalls Im Sack.Der Alkotest des mutmaßlichen Fahrers ergab übrigens ein rekordverdächtiges Ergebnis. „Wenn man den Wert auf vier Leute verteilt, läge jeder von ihnen immer noch am Rande der absoluten Fahruntüchtigkeit“ meinte der Dienstgruppenleiter. Nach den angeordneten Blutentnahmen wurde der Marsberger in die Obhut seiner Mutter übergeben.

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