Korbacherin Betina Schmidt am 7. Februar im hr-Fernsehen

„Konfetti im Blut“

Korbach - Betina Schmidt ist am Samstag bei „Fastnacht in Nordhessen“ zu sehen. Mit ihrem Akkordeon sorgt sie bereits seit 45 Jahren für närrische Stimmung.

Auch wenn es in der Hansestadt wenig andere täten: Am 11. November stand Betina Schmidt um 11.11 Uhr im Garten und rief „Helau“. Am 7. Februar um 20.15 Uhr ist ihre Freude am Karneval im Fernsehen zu sehen: Mit ihrem selbst komponierten Lied „Mariechen, tanz nochmal“ tritt die Akkordeonspielerin bei „Fastnacht in Nordhessen“ im hr-Fernsehen auf.

Nach 2010 und 2011 hat sie bereits zum dritten Mal Erfolg beim Casting gehabt. Von den Aufnahmen am 25. Januar schwärmt sie: „Es ist ein großer Anreiz, mit Leuten wie dem Travestiekünstler Guido Klode oder den ‚Rhöner Originalen‘ auf der Bühne zu stehen.“ Das ganze Team habe in Baunatal viel Spaß gehabt.

Vom knicksenden Mädchen zur ausgezeichneten Karnevalistin

„Freunde und Bekannte wissen, dass ich Konfetti im Blut habe“, sagt die 56-Jährige. Darum versuche sie, bei jedem Auftritt ein „Feuerwerk der guten Laune“ abbrennen zu lassen. Die gebürtige Höringhäuserin ist mehrmals umgezogen, doch wo immer sie lebt, widmet sie sich mit ihrem Akkordeon der „fünften Jahreszeit“: Neben Auftritten in Mainz und Stuttgart wurde sie so 2002 vom Verband saarländischer Karnevalsvereine als beste Solistin ausgezeichnet, ein Jahr drauf zusammen mit ihrem damals siebenjährigen Sohn als bestes Duo.

Ihre Auftritte beschränken sich nicht auf die närrische Zeit, doch mit dem Karneval hat sie vor 45 Jahren angefangen. Ihren ersten Auftritt hatte sie 1970 in der Stadthalle in Sachsenhausen: Zufällig hörten Karnevalisten, wie die Elfjährige auf der Orgel spielte, die sie gerade zu Weihnachten bekommen hatte. Kurz darauf stand sie mit dem Schlager-Duo Renate und Werner Leismann auf der Bühne. Sie erinnert sich, wie extra für den großen Auftritt ein neues Kleid gekauft wurde und wie sie zu Beginn höflich knickste.

Mittlerweile ist sie routiniert, seit Jahren textet sie ihre Lieder selbst. Freude bereitet ihr das Akkordeonspielen nach wie vor, besonders wegen der Publikumsnähe: „Es ist schön, von Tisch zu Tisch zu gehen“, erklärt sie.(wf/r)

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