Theaterfassung von „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“

Kongenial auf Bühne gebracht

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Die Bühnenfassung des Bestsellers „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ überzeugte das Korbacher Publikum.

Korbach. Mit mehr als zwei Millionen verkauften Exemplaren zählt Jonas Jonassons Roman „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ zu den ganz großen Bucherfolgen der letzten Jahre. Die eher auf Drama gebürstete Verfilmung des historischen Wimmelbildes um den geradezu ubiquitären Allan Karlsson ließ genügend Spielraum für eine eher heitere Theaterproduktion unter der Regie von Eva Hosemann.

Schwedischer Forrest Gump Dabei erwies sich die als naives episches Theater mit Augenzwinkern auf die Bühne gebrachte Inszenierung als kongeniale Bestselleradaption des immer wieder entscheidend ins Weltgeschehen involvierten schwedischen Forrest Gump.

Wie in der Vorlage ist das aktuelle Fluchtgeschehen um den 50-Millionen-Finder Allan (Franz-Joseph Dieken) und seine wachsende Schar von Gefährten von Rückblicken auf die einzelnen historischen Ereignisse unterbrochen, auf die der Sprengmeister entscheidenden Einfluss genommen hat. Dabei brachte das mit ironischen Kommentaren versehene Bühnenbild, etwa „Bombenstimmung“ für die Entwicklung der Atombombe in Los Alamos, die Zuschauer ebenso immer wieder zum Schmunzeln wie die Umfunktionierung von Gegenständen und gerade nicht mehr benötigtem Personal zum nächsten, dringend benötigten Transportmittel. (ahi)

Mehr lesen Sie in der Druckausgabe der Waldeckischen Landeszeitung am Montag, 21. Mürz.

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