Korbach

Ein Konzert für Augen und Ohren

- Korbach (resa). Keine Spur von Quetschkommode oder Schifferklavier: Die Musiker des Akkordeon-Orchesters „Diemelspatzen“ präsentierten am Samstagnachmittag ein anspruchsvolles Programm in der Stadthalle.

Neben Musicalmelodien aus den vergangenen 50 Jahren und manch musikalischem Ohrenschmaus präsentierten die Musiker auch Hochgenüsse fürs Auge. Den Startschuss zum traditionellen Weihnachtskonzert gaben die jungen Musiker des Juniororchesters unter Leitung von Cordula Fohl. Vor allem kleine Stücke zum Mitklatschen präsentierten die jüngsten Akkordeonspieler, mit der „Techno Time“ stellten sie dann das breite Spektrum des Instrumentes vor. Melodien aus „Die Schöne und das Biest“ und dem „Phantom der Oper“ spielten anschließend die Musiker des Jugendorchesters. Mit ihrem gut gelaunten und verkleidungsfreudigen Dirigenten Sebastian Schmidt entlockten sie ihren Instrumenten wohlbekannte Melodien und begeisterten mit viel Einsatzfreude und bunten Kostümen. So schlüpfte Schmidt selbst in die Rolle des Phantoms der Oper und führte seine Musiker durch ein buntes, fehlerfreies Musical-Medley. Kurz vor der Pause übernahm dann Hans C. Petersen das Dirigentenpult und lud die Zuhörer gemeinsam mit dem großen Hauptorchester zur Reise in die Anfangsjahre des Musicals ein. In langen Kleidern und bunten Fracks spielten die Musiker „There’s no business like Showbusiness“ – ein Motto, das sich das Orchester auch selbst zu eigen machte. Immer neue Kostüme wurden den Zuschauern präsentiert – mal tauchte Petersen im Bademantel von Udo Jürgens auf, mal begleiteten Rollschuhfahrer die Melodien von Starlight-Express. Pünktlich zu Stücken aus dem Musikfilm „Sister Act“ übernahm wieder Sebastian Schmidt das Dirigat, dieses Mal im Kostüm der Schwesteroberin – die Lacher hatte er auf seiner Seite. Nach der Pause folgten flotte Melodien aus „My Fair Lady“, „The Sound of Music“ und dem Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“. Das Orchester präsentierte sich fehlerfrei, gut aufgelegt und mit musikalischen Leckerbissen im Gepäck. Nach weihnachtlichen Melodien stand mit „Memory“ dann ein Stück aller drei Orchester auf dem Programm – die Fassung für die Kleinsten hatte Dirigentin Cordula Fohl selbst geschrieben. Das begeisterte Publikum ließ das Akkordeon-Orchester schließlich nicht ohne Zugabe gehen.

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