Konzertmusik für breites Publikum

Hochklassige Musik für jedermann bei "1. Korbacher Suppenkonzert"

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Mitra Behpoori und Max-Lukas Hundelshausen ergänzten sich beim "1. Korbacher Suppenkonzert" hervorragend.

Korbach. Zwischen jedem Gang gibt es Suppe – und auch die Darbietungen der jungen Musiker beim „1. Korbacher Suppenkonzert“ sind als „Hauptgang“ leicht verdaulich:

Hochklassige Konzertmusik für jedermann wurde geboten, bei freiem Eintritt und garniert mit Interviews, Moderation und Einlagen, welche die Kunst auch Laien verständlich machen.

Verantwortlich sind Daniela und Paul Hundelshausen: Zum 60. Geburtstag wünschten sie sich statt Geschenken Spenden, um das Konzert auf die Beine zu stellen. Unabhängig von Alter, Herkunft und sozialem Hintergrund soll dabei jedermann Konzertmusik des 20. und 21. Jahrhunderts vermittelt werden, zwischen jedem der vier Auftritte ist Zeit für ungezwungenes Beisammensein.

Den Anfang macht Mitra Behpoori: Die Klänge ihrer Langhalslaute Tar sind ungewohnt – persische Tonleitern nutzen ungewohnte Viertelnoten, erklärt sie Moderator Max-Lukas Hundelshausen. Nicht nur zwischen ihnen spielen sich interessante Gespräche ab, zu Hören ist eine „Unterhaltung“ zwischen der Tar und Hundelshausens Mikrofon: Sein Besitzer sammele schöne Stimmen wie die der Tar, um sie elektronisch zu bearbeiten, so das Mikro. Im gemeinsam komponierten Stück „Tare Man“ lassen sie Original und Bearbeitung zusammenspielen.

Als Zweites tritt die Violinistin Leah Hann auf: Mal sanft, mal mit nur so über den Hals der Geige fliegenden Fingern spielt sie Sonaten.

Dass die Stimme auch ein Instrument ist, demonstriert Mezzosporanistin Rebekka Bigelmayr mit der Sequenza III von Luciano Berio – einem Stück, eigens dafür geschrieben, die ganze Bandbreite einer Sängerin zu zeigen.

Etwas traditioneller geht es weiter, als Pianist Ken Marius Mordau zu ihr auf die Bühne kommt, um Stücke Max-Lukas Hundelshausens zu spielen. Mordau gehört auch das Finale des Suppenkonzerts, das er mit Werken Maurice Ravels gestaltet.

Daniela und Paul Hundelshausen würden gerne noch ein zweites Suppenkonzert zustande bringen.

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