Korbach

Kooperation stärkt Klinik den Rücken

- Korbach (lb). Bandscheibenvorfälle und andere Rückenleiden können jetzt auch in Korbach operiert werden: Das Stadtkrankenhaus arbeitet mit den Spezialisten vom Wirbelsäulenzentrum Marburg zusammen.

Schon seit August operieren die Neurochirurgen vom Wirbelsäulenzentrum Marburg einmal in der Woche auch in Korbach. Fast 40 Operationen absolvierten die Spezialisten seitdem am Operationstisch in der Hessenklinik – bislang ohne offiziellen Kooperationsvertrag. Jetzt haben beide Einrichtungen die Zusammenarbeit auch schwarz auf weiß besiegelt. Behandelt werden sogenannte degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, dazu gehören Bandscheibenvorfälle, Wirbelgleiten oder Verengungen des Spinalkanals. Rund 150 Eingriffe pro Jahr könnten in Korbach möglich sein, erklärte der Marburger Neurochirurg Dr. Thomas J. Kuhn am Mittwoch bei einem Pressegespräch. Bisher hatte die Hessenklinik nur Wirbelsäulenverletzungen behandelt. Gleichzeitig erweitert das Team um Chefarzt Dr. Hubert Bölkow aber auch das Angebot des Wirbelsäulenzentrums und führt Operationen durch, die die Wirbelsäule stabilisieren. Entsprechende Patienten werden nach Korbach verlegt. Das Einzugsgebiet des Zentrums, das am Diakonissenkrankenhaus in Marburg-Wehrda angesiedelt ist, reiche ohnehin bis nach Waldeck-Frankenberg, sagte Kuhn. Patienten aus dem Landkreis müssten nun keine weiten Wege mehr auf sich nehmen, so Klinikchef Armin Müller: „Die Zusammenarbeit ist ein Glücksfall für uns und stärkt unser Haus.“ Das Stadtkrankenhaus hoffe vom guten Ruf und der Erfahrung des seit zehn Jahren bestehenden Wirbelsäulenzentrums zu profitieren. Die Marburger nehmen durchschnittlich 1500 Operationen an der Wirbelsäule pro Jahr vor.Das neue Leistungsspektrum wird das Stadtkrankenhaus bei einer Informationsveranstaltung am Dienstag, 1. Dezember, um 20 Uhr im Vortragsraum der Klinik vorstellen. Kuhn, Bölkow und der Neurochirurg Dr. Carsten Busch referieren unter anderem über die Zusammenarbeit, Behandlungsstrategien bei Bandscheibenvorfällen und minimal-invasiven Eingriffen an der Wirbelsäule. Im Anschluss stehen die Referenten für Fragen und eine persönliche Beratung zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.

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