Furche um Furche

Ackern wie die Alten: Der Korbacher Andreas Hocke pflügt mit Pferdegespann

+
Wie zu Urgroßvaters Zeiten: Andreas Hocke aus Korbach pflügt mit dem Pferdegespann.

Korbach – Ackern wie zu Urgroßvaters Zeiten: Andreas Hocke pflügt sein Feld mit dem Pferdegespann. Da halten sogar Autofahrer und Radler an, um ihm und seinen beiden Warmblütern bei der Arbeit zuzuschauen.

Die Pferde schnauben, Hocke wischt sich den Schweiß von der Stirn, Fliegen umschwirren ihn – und der Duft frisch umgeworfener Erde, die tiefbraun glänzt. Zwei Morgen Land bewirtschaftet der 57-Jährige zwischen Korbach und Berndorf. Insgesamt vier Stunden braucht er, bis der Acker komplett umgepflügt ist. Furche um Furche. „Ich hätte es auch mit dem Trecker machen können“, sagt Hocke. Doch der begeisterte Pferdesportler liebt die Arbeit mit den Tieren: „Mir macht das einfach Spaß. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Pferde den Pflug ziehen“, sagt er.

Eigentlich nimmt der Korbacher mit seinen Pferden an Springturnieren teil oder fährt Kutsche. Im Winter spannt er den Schlitten vor. Wenn gerade kein Turnier ansteht, geht es schon mal auf den Acker. Am Anfang hatte er noch einen alten Pflug von seinen Eltern benutzt, der viele Jahre ungenutzt auf dem Hof stand. 

Mit sechs Jahren das erste Pony

Mittlerweile hat er einen neuen angeschafft, um das Land zu bearbeiten, auf dem er das Futter für seine Tiere selbst anbaut – alles neben dem normalen Beruf: Hocke ist Meister im Bereich Verfahrenstechnik für Kunststoff- und Kautschuktechnik.

Andreas Hocke wuchs auf einem landwirtschaftlichen Hof auf, bekam schon mit sechs Jahren sein erstes Pony und brachte sich das Reiten zunächst selbst bei. Erst mit zwölf Jahren nahm er Unterricht. Anfang der 1980er Jahre nahm er an den ersten Turnieren teil – und macht das bis heute. Im Reit- und Fahrverein Korbach und Umgebung gehört er dem Vorstand an und auch Tochter Daniela ist erfolgreich im Reitsport.

Auf dem Acker werden Andreas Hocke und seine Pferde jedenfalls zu einem Blickfänger: Autofahrer und Radler halten am Straßenrand an, um zu beobachten wie die Pferde den Pflug ziehen und die Schar den Boden gut 20 Zentimeter tief umwirft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare