Artenvielfalt im Grünen zulassen 

Korbach: Auszeichnung für naturnah gestaltete Gärten

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Gärten als Erholungs- und Lebensraum für Mensch und Tier: Yvonne Kappelmann und Dr. Peter Koswig von NABU Korbach präsentieren die Schilder, mit denen der NABU naturfreundliche Gärten ausgezeichnet werden.

Mit einem Schild „Dieser Garten ist Erholungs- und Lebensraum für Mensch und Tier“ zeichnet der Naturschutzbund Gärten in Korbach und Ortsteilen aus, die naturnah gestaltet sind.

Gärten als Erholungs- und Lebensraum für Mensch und Tier: Der Naturschutzbund (NABU) Korbach setzt sich schon seit vielen Jahren für mehr Natur in heimischen Vorgärten und Gärten ein. 

Nachdem der Verein im vergangenen Jahr mit der Kampagne „Gönnt euch Garten!“ mit Vorträgen und Besichtigungen in zehn verschiedenen Gärten Tipps gab, wie sich ein grünes Reich mit wenig Aufwand vielfältig gestalten lässt, setzt er aktuell das Folgeprojekt um.

„Wir wollen damit ein positives Zeichen für Naturgärten setzen – und all jenen den Rücken stärken, die sich für mehr Artenvielfalt in ihren Vorgärten und Gärten einsetzen“, erklärt Dr. Peter Koswig, Vorsitzender des NABU Korbach.

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Mit der Auszeichnung naturnahe Gärtner unterstützen

Oftmals würden die Menschen, die Natur in ihren Gärten fördern, von Nachbarn schräg angeschaut. „Mit dieser Auszeichnung wollen wir sie in ihrem Tun unterstützen“, erklärt Yvonne Kappelmann, NABU-Vorstandsmitglied. Die Auszeichnung werde sichtbar am Gartenzaun angebracht, um auch nach außen deutlich zu machen, dass mit dem Garten ein sinnvoller Beitrag gegen das Insektensterben, für mehr Artenvielfalt geleistet werde.

Denn Gärten und Schrebergärten in den Städten und Ortschaften käme da eine wichtige Rolle zu. „Insgesamt ist die Fläche aller Gärten und Vorgärten groß und inzwischen ist die Artenvielfalt in Städten oftmals höher als in der Feldflur. Es wäre traurig, wenn da noch was verloren geht und noch mehr wertvolle Flächen als Schotterplätze enden würden“, sagt Peter Koswig. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und den steigenden Temperaturen sei es eine „kleinklimatische Katastrophe, noch mehr Steinflächen zu schaffen“.

Aktion des BUND wird vom hessischen Umweltministerium gefördert

Die Schilder sind in umweltfreundlichen Material hergestellt, die Aktion wird vom hessischen Umweltministerium gefördert.

Die Anforderungen seien nicht sehr hoch, betonen Peter Koswig und Yvonne Kappelmann. Eine dreiköpfige Kommission nehme die Gärten in Augenschein. Die Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen würden auf Wunsch gern auch Tipps geben, was sich noch besser machen lasse, um möglichst viele Arten zu fördern. Auch Informationsmaterial werde weitergegeben. Die Aktion soll zum Ferienende gestartet werden.

Wer einen naturnahen Garten in und um Korbach besitzt oder Gartenvorschläge machen möchte, kann sich bei Yvonne Kappelmann melden, Tel.: 05631/914617.

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