Salzlager sind gefüllt - Geräte im Einsatz

Korbacher Bauhof ist für den Winterdienst gerüstet

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Der Winter kann kommen: Die Mitarbeiter des Korbacher Bauhofs sind einsatzbereit. Unser Foto zeigt sie mit Bauhof-Lei ter Friedhelm Schmidt (rechts) und dem stellvertretenden kaufmännischen Leiter Timo Schönweitz (daneben). 

Die Mitarbeiter des Korbacher Bauhofs sind startklar. Sie werden in den kommenden Wochen regelmäßig ausrücken, um Straßen von Eis und Schnee zu befreien.

Nach Auskunft des Bauhof-Leiters Friedhelm Schmidt sind die Salzlager in der Kreisstadt ausreichend gefüllt. „Alle Vorkehrungen für einen reibungslosen Winterdienst wurden getroffen. Derzeit sind in den beiden Salzlagern 205 Tonnen Streusalz lose und zusätzlich 18 Tonnen Streusalz als Sachkare eingelagert. Hinzu kommen 30.000 Liter Sole“, sagt Schmidt.

Die Generalprobe haben die Mitarbeiter des Korbacher Bauhofes auch schon bestanden. Am vergangenen Mittwoch kam es bereits zum ersten Winterdienst-Einsatz. 

„In höher gelegenen Gebieten wie im Bereich der Holunderflosse, in der Moersstraße sowie in entlegenen Ecken des Korbacher Stadtgebietes waren die Fahrbahnen schmierig. Daher mussten wir ausrücken“, berichtet Schmidt.

Auch Schulwege sollen im Winter sicher sein 

Er berichtet, dass es der Kreis- und Hansestadt beim Winterdienst nicht nur darum gehe, der Verpflichtung zur Verkehrssicherheit auf öffentlichen Straßen und Wegen bei Behinderung durch Eis und Schnee nachzukommen. Wichtig sei auch, dafür zu sorgen, dass die Schulwege sicher sind und dass ältere Menschen bei entsprechender Winter-Witterung gefahrlos die Wege benutzen können.

„Darüber hinaus sollen Haupteinfallstraßen auch schon morgens in der Frühe für die Schichtarbeiter geräumt und gestreut sein“, betont Schmidt. Auch die Fußgängerzone und die Innenstadt sollten möglichst frühzeitig abgearbeitet sein, damit auch die Geschäfte weitestgehend problemlos erreicht werden können.

Nach Auskunft des Bauhof-Leiters ist der 59 Seiten umfassende Winterdienstplan für die Großgemeinde Korbach ab sofort in Kraft. Das bedeutet: Im Bedarfsfall führt der zuständige Dienstleiter morgens um 3.15 Uhr eine erste Kontrollfahrt durch.

Bei Bedarf wird vieles in Bewegung gesetzt 

Die Mitarbeiter des Korbacher Bauhofs sind startklar. Wie ihre Kollegen in den übrigen Städten und Gemeinden des Waldecker Landes werden auch Thomas Pawlicki (links) und Stefan Dierich in den kommenden Wochen regelmäßig ausrücken, um Straßen und Wege von Eis und Schnee zu befreien.

Sollte es die Witterung erforderlich machen, werden anschließend Unimog, Trecker, vier Schmalspurschlepper und 15 Personen als Fußtruppen mit fünf Pritschenfahrzeugen in der Kernstadt in Marsch gesetzt. „Der Bauhof übernimmt die Arbeiten des Winterdienstes in der Kernstadt und in den Ortsteilen Lengefeld, Lelbach und Rhena. In den restlichen elf Ortsteilen sind sechs Landwirte oder Privatpersonen durch einen Vertrag für den Winterdienst beauftragt“, sagt Schmidt und fügt hinzu: „Sie erledigen diese Arbeit mit ihren Schleppern, wobei der Streuer und das Schneeschild von der Stadt Korbach gestellt werden.“

Bei den Großfahrzeugen des Korbacher Bauhofs kommen laut Schmidt in der Kernstadt Streuer mit Feuchtsalz zum Einsatz. Dabei werde das Streusalz unmittelbar vor dem Aufbringen mit Salzlösung befeuchtet. „Dadurch verringern sich beispielsweise auch die Salzverluste durch Verwehung. Die damit erzielte Salzeinsparung liegt bei 20 bis 30 Prozent.“

Friedhelm Schmidt weist zudem darauf hin, dass bei extremen Wetterlagen oder Blitz-Eis die Fahrzeuge nicht überall sein können. „Da bitten wir die Bevölkerung um Verständnis. Die Abarbeitung erfolgt in diesen Fällen nach einer Prioritätenliste.“

Auch Anlieger müssen Gehwege bei Glätte räumen

Bauhof-Leiter Friedhelm Schmidt wies auch noch einmal auf den Winterdienst für Anlieger hin. Bei Straßen mit einseitigem Gehweg muss der Gehweg von beiden Seiten im Wechsel gereinigt werden. Maßgeblich hierfür ist die Jahreszahl – also ob sie gerade oder ungerade ist. 

In geraden Jahren, wie beispielsweise im Jahr 2020, ist der Gehweg von dem gegenüberliegenden Anlieger zu reinigen. In ungeraden Jahren, wie zum Beispiel 2019, trifft es den direkten Anlieger des Gehwegs. „Daraus ergibt sich, dass in der Silvesternacht der Schneeschieber symbolisch weitergereicht werden muss“, sagt Schmidt. In der Zeit von 7 bis 20 Uhr sei Schieben oder Streuen eine Pflicht der Anlieger. Je nach Wetterlage könne dies auch mehrmals am Tag erforderlich werden.

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